Bespielbarkeit Stahlsaiten 11-53 oder 12-54

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GüPo
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Bespielbarkeit Stahlsaiten 11-53 oder 12-54

Beitragvon GüPo » So 25. Okt 2020, 15:03

Hallo Leute, wie sieht das aus mit der Saitenstärke!?
Im Moment spiele ich 12-54 und es ist so einigermaßen ok für die Finger.
Wenn ich jetzt auf 11-53 umsteige dann brauch man ja nicht so viel Kraft beim Drücken, aber wie ist das, schneiden die dann nicht mehr in die Finger??

Lohnt sich der Umstieg oder sollte man bei den 12 er bleiben bis die Kraft gekommen ist?

Ach ja, ich spiele Elixir.

Vielen Dank für eure Antworten im Voraus!! :D :D 8-) 8-)
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Schrat
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Re: Bespielbarkeit Stahlsaiten 11-53 oder 12-54

Beitragvon Schrat » So 25. Okt 2020, 15:57

also..ich denke der sinnvollste Rat ist: probier es aus ;)
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Harald
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Re: Bespielbarkeit Stahlsaiten 11-53 oder 12-54

Beitragvon Harald » Mo 26. Okt 2020, 07:54

Meine persönlich Erfahrung bezieht sich auf d'Addario Saiten. Spiele zur Zeit auf 12-53, hatte mal dünnere Saiten probiert - für die Finger kaum ein merkbarer Unterschied, aber deutlich dünnerer Klang. Von daher: Ausprobieren!
Seagull Maritime SWS Westerngitarre
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GüPo
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Re: Bespielbarkeit Stahlsaiten 11-53 oder 12-54

Beitragvon GüPo » Fr 30. Okt 2020, 12:56

Hallo
und vielen Dank für eure Ratschläge!
Ich habe es dann einfach getestet. Ich habe die 11er Saiten aufgezogen und muss sagen, man kann sie zwar leichter drücken allerdings
schneiden diese auch mehr in den Fingern.

Für mich persönlich ist damit ganz klar ich bleibe bei meinen 12er Saiten denn diese für mich schon angenehmer, auch wenn diese mehr Druck brauchen.

Ich habe aber auch eine sehr angenehme Saitenlage was natürlich auch den Teil für meine Erfahrungen beiträgt, wenn nicht sogar der Hauptgrund ist.
Es stimmt man muß es ausprobieren. Für den einen passt es und für den andern nicht.

Ich bleibe bei 12er Saiten
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Re: Bespielbarkeit Stahlsaiten 11-53 oder 12-54

Beitragvon JamesPartoir » Di 19. Jan 2021, 19:55

Moin!
Zu dem Einschneiden kann ich nur sagen, das legt sich mit der Zeit, egal was für eine Saitenstärke du spielst. Der Körper bildet an den Finger sehr schnell eine ausreichende Hornhaut, die auch sehr dünne Saiten aushält. Wenn du 2 Wochen jeden bis jeden 2. Tag ein wenig spielst (sagen wir 15-30 Minuten), dann wirst du merken, wie sehr das Problem mit dem Einschneiden nachlässt.

11-53 ist eine interessante Stärke, die ich auch noch ausprobieren will, allerdings empfehle ich dir bei Kraftproblemen eher 11-52, da es gerade die tiefen Basssaiten sind, welche einen hohen Kraftaufwand benötigen. Aber auch hierbei baust du bei regelmäßigem Spielen über einen übersichtlichen Zeitraum genügend Kraft auf, um mit der Saitenstärke klar zu kommen.

WIe bei so vielem gilt auch hier, Geduld und genügend Zeitinvestition sind der Schlüssel. Lass dich nicht frustrieren, wenn etwas nicht klappt. Ich spiele jetzt schon seit 9 Jahren regelmäßig sehr viel Gitarre und selbst bei meinen eigenen Songs durchlaufe ich verschiedene Abschnitte mitunter mehrere hundert Mal, bevor das Timing, Kraft und Gefühl stimmt. Und selbst dann benötigt es noch weiter viel Übung.

Abschließend ist meine Meinung, dass du irgendwann mit jeder Saite zurecht kommen wirst, solange du dran bleibst. Viel wichtiger ist meines Erachtens der Klang, den du haben willst. Dickere Saiten haben meiste einen wärmeren, volleren Klang (obwohl es dabei natürlich noch auf die Art der Saiten drauf ankommt) und dünnere Saiten klingen oft klarer und haben mehr Biss. Von Phosphor, über Bronze bis zu Phosphor-Bronze gibt es ja alles mögliche. Ich persönlich bin bei 0.012-0.053 Phosphor-Bronze von Elixier hängen geblieben. Die Saiten halten schon etwas länger als viele Saiten anderer Hersteller...ob es den Preis wert ist, jedenfalls kaufe ich deutlich weniger Saiten. Da ich nahezu ausschließlich Fingerstyle/Fingerpicking mitunter mit Tapping- und Percussionelementen spiele, müssen meine Finger einzeln präzise funktionieren und über einen langen Zeitraum viel Kraft aufbringen. Dünnere Saiten sind mir für Tapping und Hammer-on Elemente zu weich und verstimmten sich bei zuviel Druck schnell, dickere Saiten sind vor allem im Bass Bereich sehr anstrengend über einen längeren Zeitraum zu spielen und da ich schon öfter Probleme mit Scheidensehnenentzündungen hatte, bin ich den Mittelweg gegangen, mit dem ich schon länger zufrieden bin.

Stell dir am besten die Frage, was du genau mit deiner Musik erreichen willst. Wofür spielst du Gitarre, wie soll das klingen und worauf legst du wert, ob es nun eine einfache Bespielbarkeit ist, ein warmer Klang, ein langes Sustain oder was auch immer.
Ich hoffe, das hat dir ein wenig weiter geholfen.

Liebe Grüße
Johannes
Instrumental Fingerstyle Guitar
www.jamespartoir.com


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