Barres und Übungsvideos

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mico
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Barres und Übungsvideos

Beitragvon mico » Mi 22. Apr 2015, 13:04

Hallo,

Bei uns in der Kirchengitarrengruppe , war es so das wie recht schnell bereits die ersten Übungen zum Barre lernen sollten, damit es hinterher leichter wird den großen Barre zu greifen. Anfang war es nur den E-Dur ohne Zeigefinger zu halten dann ein Bund weiter laso nicht wirklich spielen sondern nur das Gefühl zu bekommen.

Mein Vorschlag wäre eine kleine Videoschulung zu Thema "großer Barre greifen und Vorübungen" von ca. 5 bis 10 Videos von Gitarristen und Reinhold anzubieten.

Ich für mein Teil habe gemerkt dass ich den F Dur anfangs gut greifen konnte und nachdem ich ein Moll Akkord spielen wollte gemerkt habe das die G Saite dabei sehr abgedämpft war, meine Gitarrenlehrerin meinte dann müßte ich mal versuchen den Barrefinger anders zu setzten bzw. den Daumen, dieses habe ich brav wie ich bin auch versucht umzusetzten leider mit dem Erfolg das ich nun sehr häufig Probleme mit den Meodiesaiten bekamm, meistens mit der hohen E Saite, mitlerweilen sind wir dort beim H Moll, und mich persönliuch ärgerd es sehr das ich den Barre
nun viel schlechter vom Gefühl her greife als vorher.

Daher mein Vorschlag mit den Videos zum Thema Barre die auch das Greifen des Daumens, nmeiner liegt z.B. dierekt parallel zum Mittelfinger.

Würde mich über diese kleine Serie sehr freuen.

Gru0ß
Mico

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LeonFR
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon LeonFR » Mi 22. Apr 2015, 15:40

Barreegriffe sind ja schon etwas, was ansteht, wenn man nicht mehr ganz in den Kinderschuhen steckt. Von daher bin ich persönlich (da gibt es sicherlich auch andere Meinungen dazu) eher dagegen, in solchen frühen Stadien schon Barreegriffe zu lernen/lehren.
Das bezieht sich jetzt auf deinen Kirchenkurs.

Ich hab es letztes Jahr, bevor ich mir den Finger brach, in einem VHS Kurs erlebt.
Da wurde in der zweiten Stunde gleich b-moll geübt.
Die Teilnehmer waren aber schon mit den Akkorden D-dur, A7, und G-Dur total überfordert.
Das Ergebnis war, dass jede Stunde ein Teilnehmer weniger kam (und auch weg blieb) und das Teilnehmerfeld bald extrem übersichtlich war. (Stichwort "Motivation" durch erste Erfolge)

Zu deiner Sache mit dem Video. Sicherlich wäre es schön, ein Video dazu zu haben.
Aber auch das macht richtig Arbeit für den Ersteller. Mein Tipp für dich, wenn du unbedingt Barree üben willst/musst, lautet eigentlich wie der deiner Lehrerin. Probiere deinen Zeigefinger in andere Positionen zu schieben (höher, tiefer etc.), kleine Änderungen können schon viel bewirken. Eine Saite die vorher dumpf war, klingt plötzlich gut. Und dann musst du den Soundcheck machen, so wie Reinhold es in seinen Videos zeigt (da sind wir wieder bei den Grundlagen). Spiele oder zupfe jede einzelne Saite an und höre, ob sie klingt. Und wenn du ein Ergebnis hast, dass dich zufriedenstellt, merke dir die Position und übe ganz langsam diesen Griff in genau dieser Position! Die Geschwindigkeit kommt von alleine irgendwann.

Ein Video kann dir zwar zeigen, wie du den Griff richtig greifst (Reinholds Buch "Gitarrengriffe für Rock und Pop") aber das ausprobieren, wie genau du greifen musst, wird es dir nicht abnehmen, da halt jeder Finger auch etwas anders ist. Manchmal reichen schon kleine Hautfalten aus, die eine Saite nicht klingen lassen.
Ich muss zum Beispiel auch beim Wechsel von b-moll auf fis-moll den Zeigefinger höher Richtung tiefe E-Saite (Bass) schieben, damit der Akkord sauber klingt. Das hab ich aber halt auch nur durch probieren herausgefunden.

Wichtig ist auf jedenfall dran zu bleiben!

Gruß Alex

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Ruby
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Ruby » Mi 22. Apr 2015, 23:18

Barreegriffe sind ja schon etwas, was ansteht, wenn man nicht mehr ganz in den Kinderschuhen steckt. Von daher bin ich persönlich (da gibt es sicherlich auch andere Meinungen dazu) eher dagegen, in solchen frühen Stadien schon Barreegriffe zu lernen/lehren.
Das bezieht sich jetzt auf deinen Kirchenkurs.

Ich hab es letztes Jahr, bevor ich mir den Finger brach, in einem VHS Kurs erlebt.
Da wurde in der zweiten Stunde gleich b-moll geübt.
Die Teilnehmer waren aber schon mit den Akkorden D-dur, A7, und G-Dur total überfordert.
Das Ergebnis war, dass jede Stunde ein Teilnehmer weniger kam (und auch weg blieb) und das Teilnehmerfeld bald extrem übersichtlich war. (Stichwort "Motivation" durch erste Erfolge)


Wichtig ist auf jedenfall dran zu bleiben!

Gruß Alex
So sehe ich das auch. Ich habe jetzt erst meinen ersten richtige Barree nach etwas über 2 Jahren mit Malaguena gespielt.
Natürlich probiert man auch schon mal früher, aber man sollte sich da nicht zu sehr unter Druck setzen.
Ich habe einfach mal zwischendurch ein par Experimente gemacht. Spanische Kadenz oder einfach mal so.
Und immer wieder Barree nur mal kurz zwischendurch. Als ich ihn dann für Malaguena endlich brauchte, den F Dur, fiel es mir viel leichter, auch wenn ich ihn nicht turboschnell greifen kann.
LG von Netti
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Kristina
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Kristina » Mi 22. Apr 2015, 23:27

Gut dann werf ich mal meine Meinung in den Topf.

Ich habe Mitte Januar diesen Jahres mit dem Gitarrenspielen begonnen und ich übe jeden Tag.

Mit dem Barreeüben (spielen kann man es ja nicht nennen) habe ich vor einem Monat begonnen und es wird noch einige Zeit dauern, bis ich den Griff kann. Ich habe so früh angefangen, den Griff zu lernen, weil man dafür einfach Zeit braucht.

Ich finde es nicht gut, wenn man seine eigenen Erfahrungen als Allgemeingut betrachtet und anderen die Schranken auferlegt, die man sich selbst aufgestellt hat. Für manche sind Barree nie ein Thema, manche wollen sie nach der zweiten Gitarrenstunde lernen und andere möchten den Griff erst benutzen, wenn man sich sicherer fühlt.

Es ist wichtig, dass man sich selbst keinen Druck auferlegt (z.b. ich muss den Barree können in einem Monat) aber ich bestärke jeden Mitspieler, den Griff so früh es geht zu üben - solange von Außen kein Lerndruck auferlegt wird.

Ich weiss von dir Ruby, dass du dir schwere Zupfstücke ausgesucht hast, vor die man jedem Anfänger warnen würde. Aber du hast dich durchgebissen und uns gezeigt, dass man mit Willen auch das schafft. Aber dennoch würde ich deinen Lernweg nicht jedem so empfehlen, weil er ein sehr hohes Maß an Frusttoleranz benötigt (die du besitzt - was ich sehr bewundere!).

Jeder von uns lernt unterschiedlich schnell und solange der Lernende selbst den Griff oder das Stück lernen will, sehe ich darin kein Problem, ihn nicht darin zu bestärken :)
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Ruby
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Ruby » Do 23. Apr 2015, 07:40

Mich hat dieser VHS Kurs von Alex angeregt, was zu schreiben.
Jeder von uns lernt unterschiedlich schnell und solange der Lernende selbst den Griff oder das Stück lernen will, sehe ich darin kein Problem, ihn nicht darin zu bestärken :)
Da hast Du sicher recht, denn ich war/bin ja auch so eine, aber wenn jemand sagen wir mal 3-5 leichte Akkorde kennt und dann allein des Können könnens wegen, jetzt komplizierte Barrees lernen will, ist das Risiko schon erhöht zu scheitern und durch diesen Misserfolg komplett aus zu steigen.
Da braucht es eine halbwegs gesunde Selbsteinschätzung. Je besser man sich bezüglich seiner Frustgrenze kennt, desto geringer das Risiko zu scheitern.

Aus eigenen Erfahrungen weiß ich aber auch, das man sich auch total in den Spiel und Lernzielen verlieren/verrennen kann. Das musste ich auch erstmal wegstecken. Wollte Stand by me lernen. Lackwood (Jürgen), der ja viel früher mit der Gitarre begonnen als ich und selbst er hat es aufgeschoben. Ich habe es ne ganze Weile lang probiert und bin gescheitert. Obwohl mich die Einsicht , es nicht schaffen zu können, schon ordentlich runter gezogen hat, habe ich mich wieder zusammen gerafft und was neues angefangen.
Wie viel kann man von diesen Frusterlebnissen vertragen? Der eine mehr, der andere weniger.
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korgli
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon korgli » Do 23. Apr 2015, 08:17

Hi
Zum Thema Barée kann ich nur sagen, je früher man beginnt desto besser.
Auch wenn manche sagen, man solle nicht zu früh damit beginnen.
Ich sehe absolut kein Gegenargument. Ausser ein bisschen Frust. Man meint man könne nix - und habe zu lange, kurze, krumme... Finger.
Das alles ist absoluter Blödsinn - sorry - es braucht einfach Zeit, dass sich der ganze Körper daran gewöhnt.
Ist beim Autofahren, schwimmen, lesen usw. so - manche sind schneller, manche langsamer.
Das hat aber nix mit besser oder dümmer oder so - zu tun.
Man sollte sich da auch einfach ein wenig Zeit lassen. vor allem am Anfang.

Als ich anfing war es spielerisch einfach :-)
Wir gründeten ne Band BEVOR wir überhaupt spielen konnten.
Wir übten das posieren, und dachten, lernen wir das spielen halt nebenbei.
So spielten wir zuerst einfach Töne. Griffen ein wenig auf dem Griffbrett herum. Manchmal Wahl- und Ziehl-los.
Man hatte kein Internet und viel Zeit. Guckten uns da und dort was ab.
Barrée hielt man wie selbstverständlich einfach wie es kam. Und so ging es immer besser, OHNE das man sich gross Gedanken machte.
Sogar ganz verzwickte Griffe schienen wie von selbst zu gehen.

Heute wird alles geziehlt und mit Programm, und Leistung - Termine und Lernerfolg Test's usw. gelernt.
Sicher - man kommt ev. ein wenig schneller vorwärts. Aber viele hören auf, was sicher nicht der Sinn ist.
Man setzt sich selbst unter Druck. Ist also letztendlich nicht viel besser.
Selbst Theorie muss man mit x Büchern "können" ??
Die Freude am HOBBY bleibt vielfach auf der Strecke. Was wohl das wichtigste wäre.
Angehende Profis die ans Konservatorium wollen, mal ausgenommen :-)

Darum finde ich auch Reinholds Kursaufbau gar nicht schlecht.
Mit Songs einfach die Sachen machen, die anfallen. Ob man eins auslässt oder nicht, ist eigentlich nicht mal so wichtig.
Jedoch führt er einem Schritt für Schritt an ein Niveau hin, wo man ein wenig spielen kann.
Man sollte aber durchaus Nebenbei spielerisch ausprobieren und sich vortasten.
Oder einfach mal nur "rumblödeln" auf dem Griffbrett.

Darum finde ich es gut, einfach die Griffe die es je nach Song braucht einfach zu "probieren" und nicht auf perfekt zu pochen.
Es braucht einige Zeit für Finger und Geist. Die sollte man sich gönnen.
Gut ist auch, wenn man zusammen spielt.
Denn, das gegenseitige unterstützen ist schon wichtig.
Eben wie auch so ein Forum, wo man sich ein wenig Mut macht. Und sich gegenseitig auch manche Sachen zeigen kann.
Früher war's halt von Aug zu Aug - heute von cam zu cam. :mrgreen:

Nicht gut finde ich, wenn man sich zurückhält und sich fast schämt, dass man nix könnte.
Denn das ist sicher nicht so.
Da hält man sich viele Tips, die sonst kämen, fern.

fredy
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Scorpi » Do 23. Apr 2015, 08:26

Fredy besser hätte man es nicht beschreiben können (y) ;)

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Andreas
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Andreas » Do 23. Apr 2015, 08:43

Hallo mico,
dies ist nicht dein erster Beitrag, der mich verwirrt.

Bei deiner Vorstellung hast du geschrieben, das du schon seit einem Jahr Gitarre spielst.
Dann sehe ich Videos von deinem Können und wundere mich über Beiträge wie diesen hier von dir.
Es ist viel zu früh für dich, sich schon mit dem Barree zu befassen.

Hier teile ich deine Meinung nicht, Fredy. :P

Klar, jeder lernt unterschiedlich schnell und jeder hat auch nur einen gewissen Zeitrahmen zum Üben zur Verfügung.
Und hier liegt meiner Meinung nach DEIN Hase im Pfeffer, mico.
Du beschäftigst dich mit Dingen, die für Fortgeschritten angebracht sind, beherrschst aber noch nicht die Dinge die für Anfänger wichtig sind.
Du verschwendest wertvolle Zeit!
Mach eins nach dem anderen!
Kümmer dich um die einfacheren Akkorde, deinem Rhythmusgefühl und die ein oder andere Schlag- und Zupftechnik.
Damit gewinnst du mehr, als dich zu deinem jetzigen Kenntnisstand mit Dingen zu belasten, für die du noch nicht bereit bist.

Reinhold´s Buch ist ein wirklich guter Leitfaden, du musst es nur von VORN nach hinten durcharbeiten. :mrgreen:
Klingende Grüße aus dem Sauerland!

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon korgli » Do 23. Apr 2015, 09:01

Andreas - Soso - du teilst meine Meinung nicht :lol:

Macht nix. Jeder wie er / sie mag. :mrgreen:

Ich meinte auch nicht üben, bis es weh tut.
Sondern die Fingerchen bekannt machen, mit manchen "Stellungen"
Heisst eben auch spreizen, und Geschmeidigkeit "üben"
Darum auch Spreizübungen - Hornhaut erzeugen - denn wenn man dem Zeigefinder entlang keine Hornhaut hat, dann klappts mit den Barées sicher auch nicht. Denn auch DAS ist eine Voraussetzung.
Denn dann sind Hautfalten auch nicht so ein Thema.
Natürlich auch zu grossen Frust vermeiden - gehört auch zum lernen dazu.

Sicher Schritt für Schritt ist nie ganz verkehrt.

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon karioll » Do 23. Apr 2015, 10:38

Auch Barrés gibt es in leichten und in schwierigen Ausführungen. Lehrer wissen das und lassen die Schüler am Anfang zuerst einfachere Ausführungen lernen und nun nicht gerade das F-Dur oder das Bes-Dur im ersten Bund, sondern Andere. Und es gibt Vorübungen, um die Finger dran zu gewöhnen, zu stärken und zu dehnen. Denn es ist nicht so, dass man einen Tag keinen Barré kann und am nächsten Tag kann man alle. Sondern auch da geht´s von leicht zu schwer über eine geraume Zeit.

Ich finde es auch komisch, ein Barré-F speilen zu wollen, obwohl einfach Rhythmen noch nicht funktionieren, aber andererseits: warum nicht! Wenn man so spielerisch heran geht, wie Fredy schreibt, dann ist es doch das Beste, was einem passieren kann. Und das "zeigen lassen" von Aug zu Aug sollte dabei aus meiner Sicht wieder mehr in Mode kommen, das kann das Lernen um Wochen abkürzen, da fällt der Euro dann nicht mehr Centweise.
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LeonFR
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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon LeonFR » Do 23. Apr 2015, 13:12


Ich finde es nicht gut, wenn man seine eigenen Erfahrungen als Allgemeingut betrachtet und anderen die Schranken auferlegt, die man sich selbst aufgestellt hat.

Es ist wichtig, dass man sich selbst keinen Druck auferlegt (z.b. ich muss den Barree können in einem Monat) aber ich bestärke jeden Mitspieler, den Griff so früh es geht zu üben - solange von Außen kein Lerndruck auferlegt wird.
Richtig, deswegen schrieb ich ja auch, dass das andere anders sehen mögen. ;)

Zu deinem Punkt mit dem Druck. Ich bezog mich ja auf den VHS Kurs und da kam bei einigen wahrscheinlich diese Druckgefühl auf, weil dieser ja zeitlich begrenzt ist und eine Stunde auf der nächsten aufbaut. Es mündete in Frust, die Leute blieben weg und das sollte man vermeiden.
Es spricht selbstredend nichts dagegen immer mal wieder schon kleine Vorübungen zum Barree zu machen, solange man das aus Spaß macht und dabei nich verzweifelt.

Aber:
...und mich persönlich ärgert es sehr das ich den Barre
nun viel schlechter vom Gefühl her greife als vorher.
Sowas birgt halt Potential doch irgendwann aufzugeben und das sollte nicht sein.

Mico, Barreegriffe fordern Zeit, probiere es weiter aus, du bist ja schon mittendrin, aber erwarte nicht zu schnell zuviel. Die richtige Fingerstellung heraus zu finden, kann etwas dauern und dann musst du sie auch so einüben.

Ich hatte das gleiche Problem, dass beim Wechsel von b(h)-moll auf fis-moll die G-Saite plötzlich gedämpft war. Teste, inwieweit du deinen Zeigefinger anders legen musst, damit es klingt. Einen anderen Rat kann ich dir nicht geben, außer weiter dran zu bleiben und nicht aufzugeben!

Gruß Alex :)

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon karioll » Do 23. Apr 2015, 13:21

Ich hatte das gleiche Problem, dass beim Wechsel von b(h)-moll auf fis-moll die G-Saite plötzlich gedämpft war. Teste, inwieweit du deinen Zeigefinger anders legen musst, damit es klingt. Einen anderen Rat kann ich dir nicht geben, außer weiter dran zu bleiben und nicht aufzugeben!
Es kann helfen, diesen Griffwechsel zuerst weiter in der Mitte des Griffbrettes zu üben und dann Halbton für Halbton sich das Griffbrett zu erobern.

Oder auch einen Kapo ein oder zwei Bünde vorher zu setzen, dann geht es zum Antrainieren für die Finger am Anfang auch leichter, weil die Saiten dann flacher liegen.
Mit Üben kann man der Natur ein Schnippchen schlagen.

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Ralf » Do 23. Apr 2015, 14:43

Hm ... ich sehe das ähnlich wie Fredy und karioll was die Barrés angeht.

Wie mache ich das im Unterricht?
Das ist ganz verschieden und liegt mit an a) den Schülern, b) dem für den jeweiligen Kurs angepassten Unterrichtsplan, c) den in Frage kommenden Songwünschen der Schüler.

Und ich fange idR recht früh mit Barrés an. Allerdings meistens in einer langsam aufbauenden Schrittweise. Zu sagen, man sollte erst damit anfangen, wenn man die anderen (einfacheren) Akkorde greifen kann, oder bestimmte Fingerübungen erst dann, wenn man a) Akkorde und b) die Spinne kann und erst bei dem Gedanken an c) Solospiel damit anzufangen, halte ich, gelinde gesagt, für Nonsense.

Was nicht heißt, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern eben langsam aufbauen. So kriege ich zwar Magenschmerzen bei dem "kleinen G", aber wenn es gerade nicht anders geht ... Das ist eben auch ein kleiner Aufbau einer Greiftechnik wie es bei Barrés auch möglich ist. Man darf sich halt nur nicht der Illusion hingeben, dass man sich um die Dinger drücken kann. Und mal polemisch gepoltert: Die Weigerung, sich mit den Barrés (früh) zu befassen, bedeutet den Sieg des Inneren Schweinehunds.

Auch der Einwand, man solle erst Rhythmik können, bevor man sich mit den Barrés befasst, ist recht eigenartig. Denn Rhythmik ist definitiv schwieriger als ein Barré zu greifen (wenn ich mal von Allround I und II absehe). So habe ich Schüler, die seit zig Jahren eine Menge Standards (Evergreens, Beatles, Cash & Co etc.) spielen können (also inkl. Barrés), aber enorme Schwierigkeiten haben, einen einfachen Shuffle zu spielen oder andere "Leckereien" aus dem Blues- oder Rockgenre.
Dazu passen auch eine Menge Fragen hier im Forum bzgl. Rhythmik. Wenn ich die Fragen lese und einige der verlinkten eingespielten Songs anhöre (und ich höre mir zugebenermaßen nicht einmal alle an), sind Rhythmik-Pattern ein viel größeres Problem als dieses vermaledeite "G" oder "F".

Ob nun Barré oder Rhythmik ... es ist ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.

Zur ausgehenden Frage in Sachen Barré und Videos.
Nun, man kann natürlich Videos über Barrés machen, zeigen wie man Finger, Hand und Daumen legt ... ich frage mich allerdings, wie viel Sinn das macht. Die genaue Positionierung von den Körperteilen eines Armes ab Schulter (wenn man es genau nimmt), ist neben einer eher Standard-Haltung, die für alle gilt, bei jedem Einzelnen ein klein wenig anders, was mit der Größe und den Längen von Hand/Finger zusammenhängt. Was bei dem einen super funktioniert, kann bei dem anderen so nicht gemacht, sondern etwas anders gelöst werden.
Letztlich läuft es darauf hinaus, dass jeder für sich - in endlosen Ausprobier-Übungs-Stunden (!) - herausfinden muss, wie das für ihn am besten funktioniert. Auch das geht in kleinen Schritten von Mini-Barrés (über zwei Saiten) bis zum Komplett-Barré (über 5 bzw. 6 Saiten). Kommen da auch noch Spielereien wie zum Bsp. eine 7-er Betonung hinzu, gilt es herauszufinden, wie dann der Zeigefinger liegen muss. Und das ist unter anderem davon abhängig, wie lang Zeigefinger, aber vor allem der kleine Finger, ist.

Und meine Meinung dazu: Fangt mit den Dingern so früh wie möglich an - anfangs als Finger-Kraft-Aufbau-Übung bzw. als Fingerübung. Je eher ihr damit anfangt, desto eher werden Finger (vor allem Ring- und kleiner Finger) kräftiger und beweglicher, und desto eher könnt ihr all jene Songs spielen, die ohne die Barrés nicht spielbar sind.

Also ... überwindet euren Inneren Schweinehund und probiert es jeden Tag ein Viertelstündchen ;)

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon korgli » Do 23. Apr 2015, 14:59

Wo ist eigentlich hier der "gefällt mir" Knopf. Für Ralfs Beitrag :mrgreen:
Genauso meinte ich das.

Man kann ja auch den A-Dur z.b. verschieben - jeweils aber dann nur die 3 Saiten spielen - ist eigentlich auch eine Art kleines Barée.
Oder den D-Dur.
Mit Barées kann man sehr viel machen - daher - sind diese "kröten" zu schlucken... :lol:

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Andreas » Do 23. Apr 2015, 18:48

So wie ihr das jetzt verstanden habt, habe ich es gar nicht geschrieben.

Ich meinte nicht, das man erst mit den Barreegriffen anfangen darf, wenn man die Grundtechniken beherrscht.
Was ich meinte ist, wenn man zum Üben nur ein bestimmtes Zeitkontingent zur Verfügung hat, dann sollte man sich als
Anfänger mit den Übungen beschäftigen, die für einen Anfänger wichtig sind.

Wenn man beim Wechsel zwischen D und A7 noch Probleme hat und auch bei einer einfachen Pickingübung wie Reinhold´s Soundcheck,
dann ist es meiner Meinung nach viel zu früh für den Barree.

Es spricht ja nichts dagegen, wenn man mal neugierig ist und dies und das mal ausprobiert, aber in den Übungsplan gehört das am Anfang nicht.
Da sind andere Dinge viel wichtiger als sich noch zusätzlich mit dem Barree zu belasten.

Der Barree kommt noch früh genug und die passende Hornhaut auch. :twisted:
Vielleicht wisst ihr ja nicht mehr wie es als Anfänger war, da sind andere Griffe wie der G-Dur beispielsweise schon schwierig genug.
Auch der Einwand, man solle erst Rhythmik können, bevor man sich mit den Barrés befasst, ist recht eigenartig.
Findest du?
Was meinst du denn mit Rhythmik?

Sprechen wir von verschiedenen Dingen, ich meinte eigentlich im Takt bleiben.
Im Rhythmus zu bleiben ist meiner Meinung nach viel wichtiger als wenn man mal nicht den Akkordwechsel taktgenau hinbekommt.
Es hört sich viel schlimmer an, wenn man den Takt nicht halten kann, als wenn man mal den falschen Ton spielt.
Klingende Grüße aus dem Sauerland!

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Ralf » Do 23. Apr 2015, 19:38

So wie ihr das jetzt verstanden habt, habe ich es gar nicht geschrieben.
{...}
Es spricht ja nichts dagegen, wenn man mal neugierig ist und dies und das mal ausprobiert, aber in den Übungsplan gehört das am Anfang nicht.
Da sind andere Dinge viel wichtiger als sich noch zusätzlich mit dem Barree zu belasten.

Der Barree kommt noch früh genug und die passende Hornhaut auch. :twisted:
Vielleicht wisst ihr ja nicht mehr wie es als Anfänger war, da sind andere Griffe wie der G-Dur beispielsweise schon schwierig genug.
Oh, da kann ich mich noch bestens dran erinnern, auch wenn es ein gefühltes Jahrhundert her ist. Das "G" war der dritte Griff, den ich gelernt habe (zusammen mit Nr. 4, dem D in Stunde 2; eine Woche vorher (Stunde 1) waren das C und G7).

Die Sache mit den Barrés habe ich im anderen Post beschrieben. Der Barré entwickelt sich dabei aus dem Fingertraining. Die einfachste Form (2 Saiten) können Schüler idR innerhalb weniger Minuten :!:
Auch der Einwand, man solle erst Rhythmik können, bevor man sich mit den Barrés befasst, ist recht eigenartig.
Findest du?
Was meinst du denn mit Rhythmik?

Sprechen wir von verschiedenen Dingen, ich meinte eigentlich im Takt bleiben.
Im Rhythmus zu bleiben ist meiner Meinung nach viel wichtiger als wenn man mal nicht den Akkordwechsel taktgenau hinbekommt.
Es hört sich viel schlimmer an, wenn man den Takt nicht halten kann, als wenn man mal den falschen Ton spielt.
Rhythmik und Timing sind unterschiedliche Sachen.
Timing bedeutet das Einhalten von Zeiteinheiten.
Rhythmik ist die Anschlagtechnik innerhalb des Timings.

Wie soll ich das erklären? Hm ... Stell auf deinem Metronom 80 BPM zu 4/4 ein.
Und nun wühle im Fundus der Musikstile. Blues, Blues-Rock, Rock'n'Roll, Chancon, Boogie, Rockabilly, Country, Soul, Funk, Dixie, Reggae, Bluegrass, Hard-Rock ...
All jene Stile unterscheiden sich vor allem (!) in der Rhythmik - dabei spielt das Timing keine Rolle, das wäre ja immer gleich; immer 80 BPM (oder andere Werte), d.h. immer der gleiche Zeitwert für einen Takt, aber jeweils in einer anderen Rhythmik (und Betonung) gespielt.

Es ist weniger das Problem im Timing zu spielen, sondern es ist das Problem, dass bestimmte Anschlag- oder Pickfiguren inkl. deren typischen Betonungen, in diese Zeitspanne von z.B. 80 Schlägen = 20 x die 1 bei 4/4 unterzubringen. Dabei wechseln oft gerade Schläge mit offs (das +) und Triolen, das alles gespickt mit längeren oder extrem kurzen Pausen, dazu noch gewürzt mit ggf. Kombinationen von gedämpft, gemutet oder durchgespielt.

Ist das jetzt klarer oder soll ich zum besseren Verständnis noch Links hinzufügen?

Ralf

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon Andreas » Fr 24. Apr 2015, 09:29


Die einfachste Form (2 Saiten) können Schüler idR innerhalb weniger Minuten :!:
Wenn du das als Barree meinst, den lernt man in Reinhold´s Buch schon beim A-Dur. :mrgreen:

Es kann ja jeder für sich selbst entscheiden, wann man mit dem F-Dur anfängt, dennoch bleibe ich bei meiner Meinung,
das es für mico zu früh ist und er andere Baustellen hat, die wichtiger sind.

Es hat wahrscheinlich seine Berechtigung, das in allen mir bekannten Anfängerkursen der F-Barree immer erst ziemlich weit hinten,
nach den Basics, thematisiert wird.
Wenn der Griff gleich am Anfang gelehrt würde, gäbe es vermutlich noch viel weniger die Gitarre spielen. :mrgreen:
Der F-Barree ist nicht so gut geeignet, einem Anfänger schnelle Erfolge zu bescheren und somit die Motivation hoch zu halten. :mrgreen:
Klingende Grüße aus dem Sauerland!

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Re: Barres und Übungsvideos

Beitragvon korgli » Fr 24. Apr 2015, 09:43

Nur die harten kommen durch :lol:
Schnelle erfolge ? Wer will den sowas ?
Dann sollte man DJ spielen :mrgreen:

Nachtrag
ah ja - wollte noch was zu Rythmik sagen.
Rythmik ist wie Ralf schon treffend schrieb, nicht einfach die bpm "durchhalten"
Sondern eben die Betonungen setzen.
Leider werden viele "Beginners" schneller wenn sie lauter oder stärker schlagen - oder auch zupfen.
Und langsamer wenn sie leise spielen sollen.
Diese Dynamik ist es aber, die es ausmacht. Man sagt dem unter Musikern "Groove"
Mit Abwechslungen - Stopp Techniken - usw.
Und da sollte es halt nicht schwanken. Bisschen geht immer.

Und Barée bleib ich dabei - fangt früh an - aber - richtig - verzweifelt nicht grad dran.

fredy
.......viel Spass.......und jeder wie er mag.
www.komir.de oder auch w...ahamon.ch


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