Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

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Mary
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Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Mary » Do 20. Mär 2014, 07:29

Hallo!

Ich brauche mal wieder eure Hilfe.

Es steht ein neuer Saitenwechsel bei meiner Konzertgitarre mit Doppelloch-Steg an: http://www.thomann.de/de/la_mancha_rubi_s.htm

In die 3 dünnen Nylonsaiten macht man einen kleinen Knoten an das Steg-Ende. Klingt einfach. Aber ich tu mich damit einfach furchtbar schwer.
Nur von Hand geht es gar nicht - da bekomme ich den Knoten überhaupt nicht zugezogen.
Wenn ich eine kleine Zange zur Hilfe nehme, bekommt die Saite so kleine Eindruck-Kerben. Das ist bei dem Zipfelchen, das "hinten rausguckt" ja nicht schlimm, aber am anderen Teil ja doch eher unerwünscht.
Wenn ich also die Zange am kurzen Ende ansetze, muß ich den langen Teil der Saite aber auch ordentlich zwischen die Faust nehmen und kräftig ziehen, um den Knoten zu zu bekommen :( Dabei wird die Saite natürlich - nicht geknickt - aber, wie sagt man denn... gedehnt, gedellt, rund gebogen... Bei einer Nylonsaite ist das zwar nicht so schlimm, wie bei einer Stahlsaite, möglicherweise sogar egal?
So oder so ist die ganze Prozedur aber ziemlich murksig. Da lobe ich mir die "Wickelmethode" bei meiner alten Schrammel :lol:

Gibt es da einen Trick? Ein Spezialwerkzeug?
Liebe Grüße
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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Remarc » Do 20. Mär 2014, 09:28

Hallo Mary,

ich mache es so, dass ich am hinteren Ende des Knotens einfach etwas mehr Material zu Anfassen nehme. Die Saite ist immer noch lang genug zum Aufspannen. Zum Schluss den Überstand eventuell mit einem Seitenschneider oder einer Nagelschere abschneiden.

Liebe Grüße
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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Mary » Do 20. Mär 2014, 10:20

Hallo Remarc,

ja, stimmt, eigentlich braucht man am Ende nicht zu sparen.... manchmal kommt man auf die einfachsten Lösungen als letztes - oder gar nicht :D

Das werde ich ausprobieren. Danke!

Ordentlich zupacken kann ich aber schon, ohne daß es der Saite schadet, oder?
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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Mary » Fr 21. Mär 2014, 07:40

So, dann melde ich mal noch rück ;)

Mit dem längeren hinteren Ende geht das wirklich viel besser! Vielen Dank für den Tipp, Remarc!

So richtig fest zugezogen bekomme ich die Knoten zwar nicht - besonders mit der G-Saite will es nicht so recht funktionieren - aber ich glaube, das hat so seine Richtigkeit. Ist ja kein Bindfaden, sondern stures Material. Ich werde einfach die Tage mal in einen Gitarrenladen reinspazieren und mir angucken, wie das "vom Werk" aussieht.
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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon eva » Fr 21. Mär 2014, 09:30

Hallo Mary, ganz spontan würde ich es mit einem Achterknoten versuchen. Der zieht sich bei Zug um so fester und ist ganz einfach.
LG, eva

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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Remarc » Fr 21. Mär 2014, 12:56

@eva: Nen Achter in die g-Saite zu kriegen halte ich für ziemlich schwierig :D . Der Knoten an der Saitenbefestigung wird auch nicht auf Zug belastet, sondern dient als Zusatzbremse.

Bild

@Mary: Der Knoten dient bei den glatten Saiten ja nur als zusätzliche Sicherung. Eigentlich halten die Saiten beim Doppelloch durch die überneinander geworfene Schlinge (Ende muss am senkrechten Teil des Saitenhalters liegen). Sollten sie trotzdem durchrutschen, werden sie durch den Knoten aufgehalten, wobei dieser sich dann von selber festklemmt.

LG
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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon VolkerB » Fr 21. Mär 2014, 17:08

Hi,

da wir das Thema kürzlich schon mal hatten, hab ich noch ein Bild auf dem Server:

Bild

einfach zweimal umschlingen und festziehen. Wenn die Saite dann gestimmt ist, die Überstände abzwicken.

Der letzte Schlag ist dann nich auf, sondern hinter dem Steg und wird durch den Saitenzug sicher und rutschfest verklemmt.

LG

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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Hawky » Fr 21. Mär 2014, 17:26

Genial wie jeder so seine Version hat....

ich mache es auch wie Volker nur mit dem Unterschied, dass ich die einzelnen Saiten ( angefangen mit der dicken E )
ein ca 2cm Stück überstehen lasse und dieses in den nächsten Knoten mit einbette. So kann dieser sich nicht
mehr lösen. Den Rest der vielleicht zu lang ist, den knipse ich mit dem Fingernagelknipser ab!

Gruss Uwe

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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Remarc » Fr 21. Mär 2014, 17:35

Öhm,

es geht hier aber doch um die Befestigung beim Doppelloch.
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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon VolkerB » Sa 22. Mär 2014, 12:49

Hi,
es geht hier aber doch um die Befestigung beim Doppelloch.
aah jetzt, ja :D

LG

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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Reinhold » Sa 22. Mär 2014, 17:47

Es gibt übrigens auch ein Video von mir:
http://www.guitar-tv.de/konzertgitarre- ... iehen.html

Vielleicht kennt das noch nicht jeder. Knoten sind nach meiner Erfahrung komplett unnötig, weil die Schlingen, wenn sie wie vorgeführt, richtig geschlungen sind, sich selbst festziehen.

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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Mary » Mo 24. Mär 2014, 08:14

Knoten sind nach meiner Erfahrung komplett unnötig, weil die Schlingen, wenn sie wie vorgeführt, richtig geschlungen sind, sich selbst festziehen.
DAS ist natürlich optimal! Beim nächsten Saitenwechsel werde ich das ausprobieren - und bis dahin sicher auch die Gelegenheit haben, mir das Video anzusehen. Danke!

Bei der "anderen" Wickelmethode mache ich es übrigens genauso wie Uwe, nur daß bei mir nicht der Nagelknipser sondern die Nagelschere zum Einsatz kommt :D
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Re: Die Knoten beim Doppelloch-Steg...

Beitragvon Reinhold » Mo 24. Mär 2014, 09:40

Das ineinanderflechten der Saiten am Stegende sieht zwar gut aus und vermittelt ein solides Gefühl der Festigkeit - die nach meinen Erfahrungen allerdings nicht nötig ist -, doch falls mal eine Saite einzeln gewechselt werden soll, hat mein ein unnötiges Problem dieses Saitenende aus Geflecht wieder herauszubekommen. Vor allem, wenn man besonders schön gemacht hat und die Saiten immer noch über zwei Saiten hinweg verflochten hat.
Aus diesem Grunde bin wieder davon abgekommen und mache es so wie im Film, dabei ist mir auch noch nie eine Saite nachgerutscht.


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