Frustration nach 7 Jahren lernen

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Ruby1
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Ruby1 » Do 20. Apr 2017, 06:58

Danke Gudrun

Ja, ich finde das echt auch toll
Hört sich besser an, als ein trockener Verweis auf die Rhythmuspyramide, wenn er weiß, dass die gar nicht verstanden wurde (kognitiv vielleicht, aber körperlich-gefuhlsmäßig nicht)Macht den Unterschied zwischen Sprünge machen und Frust schieben.
Genau da hakt es bei den meisten und auch bei mir. Ich habe eh nicht so viel Theorie und Harmonie Kenntnisse. Aber selbst das bisschen, was ich verstehe, kann ich nicht auf der Gitarre umsetzen. Und da ist so ein erfahrener Gitarrist, der da vor einen sitzt Gold wert. Besser als jede eingefahrene und nach System ablaufende Schulstunde, wo der Lehrer überheblich einen zurechtweist und nicht mit den elementaren Dingen rüberkommt. Ich finde, das geht gerade den studierten Instrumentalpädagogen ab. Musiker die schon viele Jahre spielen auch in Bands usw. können das ihren Schülern irgendwie besser rüber bringen.
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Horst1970
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Horst1970 » Mo 24. Apr 2017, 15:35

Hallo Ruby,

das, was du vom letzten Zusammenspiel in deiner Lerngruppe geschrieben hast, hört sich sehr gut an. Das scheint von den alten „Cracks“ ein positiver Funke überzuspringen, so dass sie dich auf deinem Stand abholen und dich einfach mitnehmen. Das ist sicherlich der positive Lernfaktor innerhalb einer Gruppe, von dem Fredy geschrieben hat. Wichtig ist wohl, dass man auch als Anfänger mit rhythmischen Schwierigkeiten einen lockeren Einstieg angeboten bekommt, ohne von einem zu hohen Level überfordert zu sein.

Die letzten Tage habe ich für meinen Teil erst einmal mein Led Zeppelin-Riff geübt und das zur Kontrolle auch mal wieder aufgenommen. Naja, klappt einigermaßen. Die a-moll-Pentatonik habe ich vornehmlich in den beiden ersten Lagen geübt und die Zahl der Töne reduziert. Hilfreich finde ich auch dies Video, in dem einige Blues-Licks Schritt für Schritt erklärt werden. So was würde ich mir auch im Unterricht erhoffen:

https://www.youtube.com/watch?v=XtF2qVm0KDc

Mag die ruhige Art dieses Briten (Marc Guitar) und auch die Erläuterung der einzelnen Licks mittels von Tabs. So was findet man nicht oft. Mal schauen, wie sich mein Unterricht entwickelt. Das hier im Video sind kleine Portionen, die mich nicht überfordern. Beim virtuosen Vorspielen des Lehrers und Hören von B. B. King sowie Eric Clapton springt bei mir der Funke einfach nicht über. Ist für mich derzeit nicht umsetzbar, was ich meinem Lehrer ja auch gesagt habe.


Gruß
Horst
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Ralf
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Ralf » Mo 24. Apr 2017, 16:31

@Horst

Eigentlich ist schon alles gesagt/geschrieben worden zu deinem "Problem", aber dennoch ... meine 2 Cents

Wenn du zumindest die Pentatonik #5 (in "a" wäre es also 5-8|5-7|5-7|5-7|5-8|5-8) 'drin hast', ist die Grundlage abstrakt ja schon mal da. Kommt also die Frage, wie kann man aus diesen Noten, wenn wir bei dem Beispiel bleiben, also A-C|D-E|G-A|C-D|E-G|A-C, ein improvisiertes Solo bauen?

Zunächst einmal siehst du in der abstrakten Form, warum das Dingen "Pentatonik" heißt; penta = griechisch 5, und wir haben nur fünf verschiedene Noten, wenn man die Tonhöhe außer acht lässt. So viel oder wenig zur Theorie und nur zur Erklärung, was die Pentatonik eigentlich ist. {Als ich als Kind und Jugendlicher von Platten Soli abgehört habe, hatte ich - trotz vorigem Unterricht - keinen blassen Schimmer von der Theorie und was da für Noten im Spiel sind - und konnte dann doch halbwegs Teilsoli von Alvin Lee, Ritchie Blackmore, Tony Iommi etc nachspielen .}

Zwei Stichworte über das Weiterkommen und Üben ist im oberen Absatz bereits enthalten: 'abhören' und 'nachspielen'. Und das NICHT per Noten oder TAB, sondern per Ohr und Ausprobieren (irgendwo muss doch dieser verdammte Ton sein!?). Was per Vinyl, CD, mp3, Video geht, funktioniert ebenfalls
bestens beim Zusammenspiel mit anderen Musikern/Band.
Es ist beim Erlernen der Improvisation ungemein wichtig, den Groove eines Songs im Rücken zu haben. Wie betont der Drummer, der Bassist, ein Keyboarder, ein anderer Gitarrist je nach Musikstil? Sicher, TuxGuitar etc. kann helfen, ist aber zum 'intuitiven' Lernen weniger geeignet. Vieles erklärt sich schneller und einfacher, wenn man es auch sehen und hören kann. Sollte eigentlich auch ein Lehrer ... aber leider funktioniert das nicht immer zur Zufriedenheit beider.

Backingtracks können und sind sehr hilfreich, wenn es um das 'Nudeln', also das Herumspielen um ein Thema oder nur um einen Akkord. Irgendwo wurde auch ein Looper erwähnt. Auch empfehlenswert, aber dann sollte man auch sicher über einen kleinen Zeitraum einen halbwegs vernünftigen Rhythmus vorgeben.

Ebenfalls sehr hilfreich sind Drum-Loops, sei es nun vom echten Schlagzeug oder sehr gut gemachte Drum-Computer/Sequenzer Loops. Mit einem Drumsound zu spielen motiviert wesentlich mehr als ein Tick-tack-tack-tack eines Metronoms oder ein klack-klack eines Taktells.

Du hast geschrieben, dass du eher beim klassischen Hardrock zuhause bist. Da gibt es aus den 70-er und 80-er Jahren jede Menge Songs, an denen du dich sowohl rhythmisch als auch solistisch versuchen und austoben kannst.

AAAABER ... mache es dir selber nicht zu schwer. Nimm nur 2-3-4 verschiedene Noten und versuche diese in einem Groove zu spielen. Langsam, schnell, sowohl als auch ... vergiss dabei das 'Noten atmen' nicht. Bspw (in a) d-e-g-a- als 1/8 und abschließend c 2 Takte lang stehen lassen [In TAB-Manier: a5-a7-d5-d7 - g5].

Wenn du sowas in der Art übst, dürfte es auch kein allzu großes Problem sein, das Solo von Deep Purple, Wen a blind man cries, nachzuspielen (vorausgesetzt, du hast das Saitenziehen [Bending] geübt). Der Song ist in B-Moll (deutsch h), größtenteils Pentatonik plus wenige Noten aus der Moll-Tonleiter (ausprobieren, wo die Töne liegen). Solltest du dich daran begeben, nimm dir nur kleine Teile daraus! Nicht gleich alles auf einmal!.
https://www.youtube.com/watch?v=5ih1Pt26ohU

Wenn Fragen dazu da sind, her damit
Ralf

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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Horst1970 » Mo 24. Apr 2017, 17:21

Hallo Ralf,

danke auch für deine Tipps. Die Nummer von Deep Purple hört sich gut an. Da werde ich mich mal in Teilen heranwagen. Ja, das Hören und Nachspielen wird einem ja oft ans Herz gelegt. So haben ja auch die Größen der 60er und 70er Jahre gelernt. Denke nicht, dass sie alle ihre Privatlehrer hatten. Durch Probieren und Variieren sind in den Jahren 1966-1970 plötzlich neue Stile entstanden (Hardrock, Psychedelic, Progressive Rock, Fusion, Latin-Rock, Southern Rock etc). Das finde ich immer wieder unglaublich, wie schnell junge Musiker die Basis der Rock´n´Roll und Blues auf kreative Weise erweitern konnten. Heute stehen einem die verschiedensten technischen Möglichkeiten (DVDs, Video usw.) zur Verfügung und man nutzt sie irgendwie nicht effektiv aus.

OK, ich schweife ein wenig ab, denn das hat ja kaum etwas mit meinen Schwierigkeiten zu tun. Stimmt, den Groove muss man finden, am besten erst einmal in kleinen Paketen von 2-4 Noten. Da habe ich die Latte zu hoch angesetzt und der Lehrer war da wohl auch ein wenig überfragt. Manchmal scheinen sich Lehrer und Schüler in einer Sackgasse zu befinden.

Gruß
Horst
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Ralf » Mo 24. Apr 2017, 18:18

Hallo Ralf,

[...] Stimmt, den Groove muss man finden, am besten erst einmal in kleinen Paketen von 2-4 Noten. Da habe ich die Latte zu hoch angesetzt und der Lehrer war da wohl auch ein wenig überfragt. Manchmal scheinen sich Lehrer und Schüler in einer Sackgasse zu befinden.

Gruß
Horst
Da hängt vieles nicht nur von der Lernwilligkeit des Schülers, sondern vor allem des Lehrers ab. Ich muss meine Schüler, gleich ob 7 oder 73, solotechnisch dort abholen, wo sie sich leistungstechnisch befinden. Da gibt es Schüler, die können eine komplexere Solo-/Rhythmusstruktur in 1-3 Wochen erlernen, mit anderen gehe ich quasi Takt für Takt durch oder übe etwas ähnliches mit nur 2-3-4 Noten bis es halbwegs sitzt. Wenn dabei noch Rhythmusteile hinzu kommen, wird es etwas schwieriger, denn nichts ist so schwierig, wie das FÜHLEN von Groove, sprich: Das Spielen einer Note bzw Notenfolge in einer bestimmten Rhythmusstruktur; also anspielen zur richtigen Zeit mit der richtigen Dynamik (Betonung oder nicht).
Beispiel:
Solo-Lick-Uebung_005.png
Solo-/Lick-Übung auf E
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon karioll » Di 25. Apr 2017, 21:55

Was mich jetzt wirklich freut, ist, dass Ralf als erfahrener Lehrer den gleichen Deep Purple Song wie ich zum Üben rausgesucht hat.

Jetzt machen, Horst, aber nicht alles auf einmal. Fast sind es zu viele Tipps, ich wäre erschlagen.
Aber mach mal, schöne kleine Portionen und dann nicht aufhören.
Mit Üben kann man der Natur ein Schnippchen schlagen.

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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Horst1970 » Di 25. Apr 2017, 22:56

@Karioll: Ich versuche eins nach dem anderen in Angriff zu nehmen und nicht zuviel auf einmal zu wollen. Erschlagen bin ich noch nicht. ;-)Danke noch mal für die Tipps.

Gruß
Horst
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Undine » Mi 26. Apr 2017, 16:27

Hallo Horst
ich habe alles gelesen und fühle mich irgendwie seelenverwandt mit dir. Ich habe auch ganz brav angefangen, alles gelernt und nichts hat dabei herausgeschaut, ausser Frust. De Kinderlieder von Reinhold hab ich auch "hinuntergewürgt", weil ich eigentlich aus dem Alter seit gut 60 Jahren draussen bin, ich habs geschafft. Weiter komm ich nicht mehr, ein brauchbarer Gitarrenlehrer (d.h. Verständnis und Geduld für alte Schüler) gibt es in meiner erreichbaren Umgebung nicht, ebenso kein brauchbares Musikgeschäft, also nur Internet mit Thomann.

Ich habe noch nicht aufgegeben, bin immer noch am Suchen und freue mich, wenn ich wenigstens die ungeliebten Kinderlieder wiedermal begleiten kann. Hab mir - so ein Unsinn - auch noch eine e-Gitarre gekauft und gehofft, ich könte einpaar Akkorde lernen (zum Hören und Fühlen), hab aber noch nichts herausgefunden und ausser einer uralten Ausgabe von Brommer's e-Gitarre (ohne DVD) habe ich nichts zwischen Waldshut und Zürich gefunden. Gebe zu, dass ich bei dem Angebot Gitarrenschulen von Thomann vollkommen überfordert bin.
Machs gut und gib nicht auf!

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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon karioll » Mi 26. Apr 2017, 23:44

Undine, was willst du denn spielen?
Vielleicht weiß einer ein gutes Buch.
Ich steh ja immer noch auf Peter Bursch, weil der es für Anfänger so schön locker und verständlich macht.

Und dann hilft immer Dormagen oder andere Treffen mit Gitarristen, sich gegenseitig was zeigen.Aber das sag ich nichts Neues.
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Ruby1 » Do 27. Apr 2017, 20:50

Hallo Horst
ich habe alles gelesen und fühle mich irgendwie seelenverwandt mit dir. Ich habe auch ganz brav angefangen, alles gelernt und nichts hat dabei herausgeschaut, ausser Frust. De Kinderlieder von Reinhold hab ich auch "hinuntergewürgt", weil ich eigentlich aus dem Alter seit gut 60 Jahren draussen bin, ich habs geschafft. Weiter komm ich nicht mehr, ein brauchbarer Gitarrenlehrer (d.h. Verständnis und Geduld für alte Schüler) gibt es in meiner erreichbaren Umgebung nicht, ebenso kein brauchbares Musikgeschäft, also nur Internet mit Thomann.

Ich habe noch nicht aufgegeben, bin immer noch am Suchen und freue mich, wenn ich wenigstens die ungeliebten Kinderlieder wiedermal begleiten kann. Hab mir - so ein Unsinn - auch noch eine e-Gitarre gekauft und gehofft, ich könte einpaar Akkorde lernen (zum Hören und Fühlen), hab aber noch nichts herausgefunden und ausser einer uralten Ausgabe von Brommer's e-Gitarre (ohne DVD) habe ich nichts zwischen Waldshut und Zürich gefunden. Gebe zu, dass ich bei dem Angebot Gitarrenschulen von Thomann vollkommen überfordert bin.
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Das ist sehr schade Undine und tut mir richtig leid. Ich kenne das Gefühl. Bin ja auch an einen Punkt, wo ich nicht weiter komme. Das wird sich hoffentlich ab nächsten Mittwoch ändern.
Ich habe leider auch nicht so die Möglichkeit jederzeit raus zu gehen und mit anderen Musik zu machen. Aber vielleicht findest Du jemanden, der deinen Musikgeschmack teilt und sich mit Dir über Skype verbindet oder eben irgendwie anders online.
Das wäre schon ein bisschen Motivation. Und wenn Du Glück hast, ist die Person schon etwas weiter als Du und zeigt Dir noch das eine oder andere.
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Horst1970 » Do 27. Apr 2017, 22:16

Hallo Undine,

einfache Lieder sind wohl ein guter Einstieg, auch wenn sie nicht so dem Musikgeschmack entsprechen. Zu Beginn sind Kinderlieder optimal, um ein Gefühl für das Gitarrenspiel zu entwickeln. Ja, auch ich habe neben Guitar TV den Einstieg über das Gitarrenbuch von Peter Bursch gefunden. Irgendwie ist er ein typischer Hippie, der einem Einsteiger jegliche Berührungsängste nimmt. Ein einfacher Song aus seinem Buch ist die Songbegleitung zu "Lady In Black". Ein stetiger Wechsel zwischen E-Moll und D-Dur bestimmt den Song. Macht mir Spaß.

Gruß
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Ralf » Fr 28. Apr 2017, 06:27

Hallo Horst
ich habe alles gelesen und fühle mich irgendwie seelenverwandt mit dir. Ich habe auch ganz brav angefangen, alles gelernt und nichts hat dabei herausgeschaut, ausser Frust. [...] Hab mir - so ein Unsinn - auch noch eine e-Gitarre gekauft und gehofft, ich könte einpaar Akkorde lernen (zum Hören und Fühlen), hab aber noch nichts herausgefunden und ausser einer uralten Ausgabe von Brommer's e-Gitarre (ohne DVD) habe ich nichts zwischen Waldshut und Zürich gefunden. Gebe zu, dass ich bei dem Angebot Gitarrenschulen von Thomann vollkommen überfordert bin.
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würde es dir helfen, wenn wir mal einen Video-Chat per Skype machen, in dem ich dann direkt auf deine Probleme eingehen kann?

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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Markus » So 23. Jul 2017, 16:13

Hallo Horst,

bin nicht mehr viel im Forum hier. Aber immer wieder mal. Eben lese ich deine Beitrag und möchte folgends dazu sagen: ich habe auch erst 2010 überhaupt angefangen Musik zu machen. Damals war ich 44 Jahre alt und hatte zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand. Mittlerweile spiele ich in einer Band mit Westerngitarre und überwiegend E-Gitarre. Es wurden hier viele gute Tipps gegeben. Ich denke, dass gemeinsame Spielen in einer Gruppe (Band) und tägliches Üben hat mit viel gebracht. Als Anfänger habe ich hier im Forum viele gute Tipps bekommen. Es hat mich dadurch auch immer wieder motiviert, weiter zu machen.

Also, bleibe dran, und übe übe übe :-) idealerweise mit regelmäßigem Treffen mit anderen Gitarristen.

Viele Grüße aus dem Schwarzwald
Markus
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Horst1970 » Mo 21. Aug 2017, 17:13

Hallo Markus,

hatte nicht gedacht, dass mein damaliges Posting einen solch intensiven Austausch zur Folge hatte. War sehr hilfreich, obwohl ich die vielen Ratschläge natürlich nur in sehr kleinen Schritten umsetzen kann. Mein Fazit war einfach, nicht zuviel zu wollen und sich einfachen Dingen zu widmen, wenn es einfach nur des Herunterspielen der beiden ersten Lagen der a-Moll-Pentatonik in den beiden ersten Lagen mit dazu wippendem Fuß im 4/4 Takt ist. Was mich positiv stimmt, ist dass ich weiterhin jeden Tag rund eine halbe Stunde spiele.

Interessant, zu lesen, dass dich das gemeinsame Spiel vorangebracht hat. Das unterstreicht ja die Aussagen im Forum. Für mich ist das absolut nachvollziehbar, obwohl ich jetzt nicht sehe, wie sich solche Kontakte für mich ergeben könnten, zumal ich mir die tägliche Übungseinheit schon "erkämpfen" muss, da es einige familiäre Widerstände gibt... Da bin ich froh, dass ich wenigstens regelmäßig übe. Morgen ist nach der Sommerpause wider Unterricht. Mal schauen, wie es da weitergeht. Das Stadium der Frustration ist auf jeden Fall überwunden, auch wenn´s nur langsam vorangeht. Das ist für mich aber erst mal ein kleiner Erfolg.

Letzten Monat habe ich einfach mal wieder so rund 10 mir bekannte Blues-Licks geübt und dabei darauf geachtet nicht so viel nachzudenken und lockerer in den Fingern zu bleiben.

Gruß
Horst
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon karioll » Fr 15. Sep 2017, 00:54

Horst, du kannst doch auch deinen Lehrer fragen, ob er einen andern Schüler hat, der auch jemanden zum gemensamen Üben sucht. Vielleicht kann er über kurz oder lang vermitteln. Es geht ja vielen so, das sie keinen finden zum gemeinsamen Spielen.
Und dann kann ich dir Workshops empfehlen, ob VHS oder andere. Und offene Bühnen, da lernt man auch Musiker kennen. Und natürlich Dormagen. Alles nutzen, wo sich Lernende treffen. Im Laufe der Jahre kommt man so immer wieder mit gleich gesinnten Übungspartnern zusammen.

Interessant ist ja auch, und bringt auch weiter, wenn es ein anderes Instrument ist, ob Kajon, Sänger, Uku, Mundharmonika oder sonstwas. Da können schöne Projekte bei rauskommen, die dich antreiben. Ich mag z.B. gern gemichschte Workshops mit Gitarre und Mundharmonika, wo zum Schluss dann zusammen gespielt wird. War auch mal kurz in so einer kostenlosen Kirchengruppe am Anfang meines Lernens, aber das war mir persönlich nichts, hätte aber für einen andern gut funktionieren können. Zumindest Musiker lernt man so kennen, man weiß ja nie, wann man sich später wieder trifft.

Annonce schalten würde ich auch probieren. Zettel an die schwarzen Bretter von Musikläden oder Musikschulen oder Proberäumen hängen.
Mit Üben kann man der Natur ein Schnippchen schlagen.

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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Tooza » Fr 6. Okt 2017, 09:34

@Karioll: Deine Erklärungen hier u in anderen Threads sind hilfreich u super super ! Dankeeeee!
Auch die yt-videos zeigen genau das wichtige Detail!!!

Mich würde auch interessieren,wie es Horst mittlerweile ergangen ist!!!
Viele Grüsse,Tooza

Horst1970
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Re: Frustration nach 7 Jahren lernen

Beitragvon Horst1970 » Mo 23. Okt 2017, 10:27

@Karioll: Deine Erklärungen hier u in anderen Threads sind hilfreich u super super ! Dankeeeee!
Auch die yt-videos zeigen genau das wichtige Detail!!!

Mich würde auch interessieren,wie es Horst mittlerweile ergangen ist!!!
Viele Grüsse,Tooza
Hallo Tooza,

dem Lob an Kartioll kann ich voll und ganz beipflichten.

Wie es mir ergangen ist? Das mit dem gemeinsamen Musizieren ist bei mir noch in weiter Ferne, am ehesten aus Zeitgründen.

Ansonsten stimmt es mich erstmal positiv, dass ich auch weiterhin versuche, die obligatorische halbe Stunde zum Üben einzuhalten. Das gelingt mir, auch wenn es teilweise darauf hinausläuft, dass ich auf dem Sofa beim gemeinsamen Fernsehen etwas herumklimpere. Meinst beschränke ich mich auf die beiden ersten Lagen der a-Moll-Pentatonik. So rosten die Finger nicht gänzlich ein. Bin mir derzeit im Klaren, dass ich nicht sehr viel weiterkommen kann. Aber das hierfür voll notwendige Zurückziehen ins stille Kämmerlein ist bei mir aus familiären Gründen einfach nicht möglich.

Habe noch den gleichen Lehrer und zum Ausdruck gebracht, dass mich einiges überfordert. OK, hat er aber wohl auch selbst gemerkt. Wir beschränken uns auf ein paar Licks. Was ich merke, ist dass bei mir nach der ganzen Zeit immer noch die gewisse Lockerheit in den Fingern fehlt. Oftmals verkrampfe ich mich. Daran arbeite ich aber, merke aber, dass der Lehrer hier auch keine Wunder bewirken kann.

Nebenbei, wenn ich dann doch mal ab und zu hause konzentrierter üben kann, spiele ich regelmäßig zu diesem Video des Briten James Shipway mit:

Hier ein sehr bekanntes Blues-Lick, das ich jetzt seit einem halben Jahr übe. Hat Monate gedauert, bis ich die Töne bei den Bendings einigermaßen getroffen habe.

https://www.youtube.com/watch?v=8egUPvkmKSs

Hier Blues Licks:

https://www.youtube.com/watch?v=4umljkHOo5k

Finde die Präsentation sehr angenehm und anschaulich. Keiner der typischen Youtube-Poser.

OK, viel weiter bin ich ehrlich nicht gekommen. Wichtig war für mich, von der destruktiven Frustration runter zu kommen und mich auf kleine Ziele zu beschränken.

Gruß
Horst
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