Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Schläge, Zupfmuster und mehr…
Dumsi1984
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Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon Dumsi1984 » Mo 15. Sep 2014, 14:51

Hallo zusammen,

Ich übe zwar erst seit 2 Monaten mit dem Buch von Reinhold, würde aber dennoch auch gerne schon einen Schritt weiter denken. Irgendwann möchte ich sicherlich auch Picking-Parts verinnerlichen. Im Buch wird ja beschrieben, man solle beides immer üben. Aber irgendwann kommt doch sicherlich der Punkt, an dem man sich spezialisieren möchte?

Welche Vorteile / Nachteile hat denn das Finger-Picking gegenüber dem Plektrum-Picking und umgekehrt? Habt ihr da Erfahrungswerte?

PS: ich spiele eine Westerngitarre, falls das einen Unterschied macht.

Würde mich über eure Tipps sehr freuen.

Danke,
Andi

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sammy561
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Re: Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon sammy561 » Mo 15. Sep 2014, 15:38

Moin Andi,

warum willst du dich spezialisieren???? Das Picken mit dem Plek und das Fingerpicking sind halt zwei verschiede Stile die Gitarre zu bearbeiten. Mal passt das eine gut als Begleitung mal das andere.

Der Unterschied ist, mal pickst mit dem Plek mal mit den Fingern ;).

Versuch doch einfach so viele Spielstile wie du kannst oder magst zu verinnerlichen. Ich spiele alles gleich schlecht. Ich musste mich da nicht spezialisieren. :D :D

LG

Ansgar
You can't buy happiness,
but you can buy Guitars and that's
kind of the same thing.

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Ruby
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Re: Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon Ruby » Mo 15. Sep 2014, 17:10

Hallo zusammen,



Welche Vorteile / Nachteile hat denn das Finger-Picking gegenüber dem Plektrum-Picking und umgekehrt? Habt ihr da Erfahrungswerte?

PS: ich spiele eine Westerngitarre, falls das einen Unterschied macht.

Würde mich über eure Tipps sehr freuen.

Danke,
Andi
Vorteile und Nachteile kann man das eigentlich nicht nennen. Eher Unterschiede, die man ziemlich schnell raushört, vorrausgesetzt Nägel der rechten Hand sind kurz. Mit Pleck/Fingernagel einen klaren hellen harten Ton. Nur Finger einen weichen etwas dunkleren Ton.

Es gib Songs, die kannst Du komplett mit Plack picken. Passt zu manchen auch ganz gut. Dann gibts andere ruhige Songs oder Balladen, die einen weichen einfühlsamen Ton benötigen. Wäre also gut, beides zu können.
Ich mache Fingerpicking und Flatpicking und werde mit den Strummen nicht warm. Hat also jeder so sein Geschmack.
LG von Netti
Cordoba GK Studio Flamenco Gitarre
Ibanez V205SECE-VS Westerngitarre
Klassische Gitarre Marke Eigenbau
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https://www.youtube.com/user/tiershirt/videos
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Re: Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon Dumsi1984 » Di 16. Sep 2014, 10:05

Also sollte man tatsächlich beides trainieren. Habe das Finger-Picking bisher sehr vernachlässigt. Aber da soll ja demnächst ein eigenes Buch von Reinhold kommen, richtig?

Dumsi1984
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Re: Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon Dumsi1984 » Di 16. Sep 2014, 13:39

Scheint wohl am 27.09.2014 zu erscheinen:
http://www.amazon.de/Guitar-TV-Fingerpi ... gerpicking

Ich bin gespannt! :D

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Re: Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon JamesPartoir » Fr 3. Okt 2014, 10:05

Ich mache selber nur Fingerpicking, kann mit nem Pleck nicht bis wenig spielen.
Unterschiede kann ich trotzdem nennen und auch Vorteile bzw. Nachteile.

Wenn du irgendwann mal komplizierte Songs spielen willst, die Fingerpicking und 4 Finger erfordern, die nahezu gleichzeitig über die Saiten fliegen sollen, wirst du das mit einem Pleck nicht erreichen, weil man dabei (im herkömmlichen Sinne) nur einzelne Seiten pickt oder mehrere strummt. Es gibt da extrem schnelle Spieler, aber wie willst du mit einem Pleck 2 Seiten gleichzeitig zupfen, nicht strummen, zupfen, das geht schlichtweg nicht. ES SEI DENN, und dafür muss man wirklich schon echt gut sein, du hast das Pleck zwischen Daumen und Zeigefinger und zupfst damit und gleichzeitig zupfst du mit ring und mittelfinger. Gibt ja Leute, die das können. Dann hast du dennoch im Gegensatz zum herkömmlichen Fingerpicking einen Finger weniger. UND diese Spieltechnik ist führwahr nicht einfach.

Ein großer Vorteil des Pleck ist natürlich, du hast so oder so einen Klang, der voluminös ist. Du kannst dir aussuchen, ob du einen harten, mächtigen Klang haben willst oder einen ganz soften (durch die Dicke der Plecks), daher stimme ich einem vorangehenden Kommentar nicht zu. Man kann mit Pleck sehr wohl sehr einfühlsam und ruhig, einschläfernd, träumend etc. spielen. Da kommt es auf das Pleck und auf das Gefühl des Spielers an.
Wenn du deine Fingernägel benutzt, hast du nicht ganz so viel Spielraum. Du kannst die zwar legieren, du kannst Steinkohle essen, damit die härter werden, aber du kannst die nicht auswechseln. Der Klang lässt sich da nur ein stückweit verändern.
Zudem, wenn dir ein Nagel mal abbrechen sollte, dann hast du eine heftige Disbalance, was dumpfe und brilliante Töne angeht. Das hast du beim Pleck nicht.
Man kann zwar "Ersatzfingernägel" an die Finger dran machen, aber die haben dann einen gesonderten Klang und wenn man grundsätzlich nur mit seinen eigenen Fingernägeln spielt, dann ist das Gefühl ein komplett anderes und kann den Spielfluss stören.


Ich würde sagen, wenn man ein umfangreicher Gitarrenspieler sein will, dann sollte man beide Techniken lernen. Wenn du Gitarrensoli, Akkorde oder Powerchords spielen willst, dann fixier dich mehr auf Pleck, wenn du Richtung Fingerstyle gehen willst, dann solltest du eher ein besseres Auge auf die Beweglichkeit deiner Finger und das simultane Spielen werfen, weil da hilft dir ein Pleck herzlich wenig (Gibt da Daumenplecks, wodurch du dir das halten durch Daumen und Zeigefinger ersparst, ist aber auch Gewöhnungssache).
Soweit meine Meinung :mrgreen:

LG,
Joe
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Re: Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon karioll » Fr 3. Okt 2014, 13:37

Zudem, wenn dir ein Nagel mal abbrechen sollte,
habe gehört, dass sich einige Gitarristen kurze durchsichtige Gelnägel auf die eigenen draufmodellieren lassen, im Nagelstudio. Die brechen dann nicht.
Mit Üben kann man der Natur ein Schnippchen schlagen.

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Re: Finger-Picking vs Plektrum-Picking

Beitragvon JamesPartoir » Mo 6. Okt 2014, 14:51

ja, das gibts. Ist Gang und gebe, aber erstens kostet das Geld und zweitens musst du damit umgehen können (Ist halt nicht dein Nagel, das fühlt man), ganz abgesehen davon, dass sich die Klangfarbe eventuell von der der normalen Nägel unterscheidet.

Aber viele machen das. Ist halt ne Notlösung, wenn einer abbricht.
Gibt auch einige, die ausschließlich mit Kunstnägeln dieser Art spielen, aber für mich wär das nichts. Geschmackssache =)
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