Saitenlage und Sattelhöhe

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Alex76
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Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Alex76 » Di 5. Jan 2010, 16:15

Hallo,
wenn ich Reinholds "Schnellhefter-Saitenlagen-Messgerät" richtig verstehe, sollte der Saitenabstand am ersten Bundstäbchen nur 0,2mm und am zweiten nur 0,4mm betragen. Ist das nicht etwas wenig, ich habe die Befürchtung, das die Saiten dann "schnarren" könnten?!
Müssen bzw. sollten die Saiten so tief runter?
Ausserdem wüsste ich gerne, ob die Saiten alle den selben Abstand zu den Bundstäbchen haben sollen?

Danke für Eure Antworten
Alex
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Reinhold
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Re: Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Reinhold » Di 5. Jan 2010, 20:10

Bei meiner Gitarre ist die Saitenlage noch tiefer, stört mich auch nicht, wenn es mal schnarrt.
Bei einem geraden Hals und abgerichteten Bundstäbchen ist das auch kein Problem.

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Re: Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Alex76 » Mi 6. Jan 2010, 15:47

Danke für Eure Antworten,
aber was muß ich unter "abgerichteten Bundstäbchen" verstehen?
Ausserdem schreibe ich mal besser noch dazu, das es sich um eine sehr günstige (um 40€) Girarre handelt (Konzertgitarre Julia 4/4).
Die Stege sind austauschbar und kosten so um 2-3€ das Stück.
Der Hals ist wohl gerade (Reinholds "Finger-Saiten-runterdrück-Test").
Also ist Eure Meinung klar: "Tiefer mit den Saiten!"
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Re: Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Alex76 » Mi 6. Jan 2010, 15:54

Ich habe die Maßtabelle mal hier hin kopiert:

Das Einstellen der Saitenlage ist relativ einfach durchführbar. Jedoch gibt es für verschiedene Instrumente unterschiedliche Maße. Die folgenden Maße beschreiben den Abstand der Saiten über dem 12ten Bundstäbchen, gemessen von der Oberkante Bundstäbchen bis zur Unterkante der Saite. Das kleinere Maß gilt für die jeweils hohe Saite (Gitarre: e' / 1), das größere für die jeweils tiefe Saite (E / 6):



Richtwerte für Hohe Saitenlage Mittlere Saitenlage Flache Saitenlage
Klassikgitarren 3,2 - 4,0 mm 3,0 - 3,6 mm 2,8 - 3,2 mm
Westerngitarren 2,0 - 2,8 mm 1,8 - 2,4 mm 1,6 - 2,0 mm

Das sind aber wohl nur "Richtwerte" was besser ist muß Jeder für sich entscheiden.
Hoffe es hilft auch anderen...
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Re: Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Reinhold » Mi 6. Jan 2010, 16:11

Danke für Eure Antworten,
aber was muß ich unter "abgerichteten Bundstäbchen" verstehen?
Das bedeutet, dass alle Bundstäbchen eine plane Oberfläche bilden sollten, praktisch wie ein Spiegel.
Je preiswerter die Gitarre, umso eher könnte es nötig sein, die Bundstäbchen nachzuarbeiten.
Ich mach es mit einem Abziehstein, erst in Längsrichtung des Halses, am Ende noch mal in Querrichtung, um evtl. Riefenbildung in Längsrichtung zu verhindern.
Werde mal einen Film machen, wenn ich wieder gesünder bin.
Ob es überhaupt nötig ist, stellt man so fest:
Bei möglichst tiefer oder zu tiefer Saitenlage alle Bünde und Saiten der Reihe nach abspielen, wie die Kletterübung.
So hört man sofort, wo etwas mehr oder weniger schnarrt.
Eigentlich sollte überall alles gleich schlecht oder gut sein...

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Re: Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Lutz » Mi 6. Jan 2010, 22:14

Fakt ist eines, bitte daran denken!!!
Wenn ihr den Sattel einschleift, macht das nicht anhand der dickeren Saiten falls man dann doch dünnere verwenden will, dass geht dann nicht gut.
Dickere kann man dann immer rauf machen, wobei die dann eventuell wieder angepasst werden müssten.
Warum, Na wenn du ne 12er anpasst und dann ne 10er drauf machst, dann hast den Schlamassel. Die liegen dann zu tief und beim Leeranschlag ist es dann passiert!
Furchtbares Geräusch. :shock:
Wer früher stirbt, ist länger tot!
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Re: Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Reinhold » Mi 6. Jan 2010, 22:26

Solange du nur eine einfache Dreikantfeile hast, bleibt dir ja keine Wahl, du feilst einfach damit so tief wie du musst.
Es gibt für den Handel für alle möglichen Stärken Spezialfeilen, habe selbst aber noch nie den Bedarf verspürt, diese zu kaufen.
Ich arbeite bei Konzertgitarren mit einer Dreikantfeile, bei Westernsaiten benutze ich eine billige Messerfeile für b+e.
http://de.wikipedia.org/wiki/Feile

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Alex76
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Re: Saitenlage und Sattelhöhe

Beitragvon Alex76 » Do 7. Jan 2010, 15:23

Ich habe jetzt erstmal die Saiten soweit nach unten gelegt, wie es der untere Steg ( der am Schallloch ) zugelassen hat.
Oben habe auch ich meinen Schlüsselfeilensatz für 7,50€ aus dem Baumarkt eingesetzt. Die Dreikantfeile eignet sich in der Tat am besten, wobei die Flachfeile an einer ihrer Kantenseite auch zum Feilen geignet seien könnte.
Der Saitenabstand am ersten Bundstäbchen ist jetzt so flach wie mit Reinholds "Messgerät" empfolen wird.
Die Gitarre lässt sich nach meinem ersten Eindruck sehr viel besser greifen und fühlt sich fast an wie eine andere Gitarre...
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