Saitenwechsel und Steg

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LeonFR
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Saitenwechsel und Steg

Beitragvon LeonFR » Mi 22. Jul 2015, 20:28

Sagt mal Leute, wie sieht bei euch nach diversen Saitenwechseln bei euch der Steg aus?
Ich bekomme bei jedem Wechsel zusätzlich ein kleine optische Macke in den Steg.
So langsam sieht man das auch und das stört mich.
Wie bekommt ihr die Pins unfallfrei heraus? Mit der Saitenkurbel und der dafür vorgesehen
Einkerbung geht es gar nicht. Die Pins sind zu fest drin.
Ich muss jedesmal vorsichtig mit einem Saitenschneider die Pins lockern, ehe sie heraus gehen. Aber so vorsichtig ich auch bin, es gibt immer wieder kleine Kratzer im Steg.
Wie macht ihr das?

Gruß Alex

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Kraich
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Kraich » Do 23. Jul 2015, 00:09

Hallo Alex,
habe oft Glück, dass sie gar nicht so festsitzen, so dass ich sie ohne allzu große Kraftanstrengung herausbekomme. Ich
kontrolliere beim Bespannen immer, dass die Ballends von der Rundung her sauber in der Rille vom Pin sitzen.

Klappt es mal nicht so einfach, versuche ich die Saite etwas in den Korpus hinein zu drücken/schieben, damit das Ballend und der Pin nicht miteinander verkantet sind. Dann hat sich das Problem in den aller meisten Fällen erledigt.

Funktioniert auch das ausnahmsweise nicht, greife ich auch mal zur Zange. Nehme aber ein Flachzange, damit ich die Pins ohne zu gewichten noch oben ziehen kann, falls erforderlich drehe ich sie auch vorsichtig ganz leicht.
Ich vermute mit dem Saitenschneider wirst eher den Pin herausgewichten?

Habe auch schon mal ein 10 Centstück genommen und vorsicht von unten (also vom Korpusinneren) den Pin hochgedrückt, wenn die Zange nicht griffbereit war. Bei der Gitarre mit Tonabnehmer mach ich das nicht so gern (Kabel, Technik und meine zwei linken Hände passen nicht so gut zusammen).

Auf jeden Fall, um so schwerer es geht, um so ruhiger bleiben, damit in der Hektik nichts kapput geht ;-)

Und wie gesagt, wenn die Ballends von den Pins weg sind, müsste es in den meisten Fällen leichter gehen.

Bin aber schon mal gespannt, was für Techniken sonst noch angewendet werden.

Viele Grüße
Joachim

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korgli
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon korgli » Do 23. Jul 2015, 12:05

Hmmmm
Macken sind Leben.
Gitarren ohne Macke ist leblos. :mrgreen:
wieso willst du denn ein steriles Instrument ?

http://willienelson.com/files/2013/01/1 ... guitar.jpg
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Helmut
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Helmut » Do 23. Jul 2015, 12:14

Hallo zusammen,

naja, zwischen "steril" und "verkratzt" sollte es schon noch einen Mittelweg geben :roll:

Bei mir hat es bisher immer gut geklappt, mit der Hand durch das Schallloch zu greifen und die Pins von unten herauszudrücken.

Viele Grüße, Helmut
- Yamaha FG720S BS seit Januar 2015 (mein Gitarren-Start)
- Harley Benton HBO-850BK seit Mai 2015
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon cooler » Do 23. Jul 2015, 14:21

ein freundliches Hallo!

Macken an der Brücke muß ich auch nicht haben, am Korpus kann man es ja mitunter nicht vermeiden.
Wenn die Pins so fest sitzen, solltest Du sie doch mal mit feinem Schleifpapier etwas anpassen.
Beim Aufziehen der neuen Saiten gehe ich so vor (ich glaube, Reinhold zeigt das auch in einem Video?): Ballend in die Bohrung, Pin einsetzen, durchs Schallloch greifen und Ballend von unten gegen das Ende des Pins drücken - Saite von oben gleichzeitig straff ziehen, dabei einen Finger von oben auf dem Pin. Einfädeln, aufdrehen, "vor"stimmen - dabei Pin nochmal nachdrücken. Mit dieser Methode habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht - die Pins lassen sich so beim nächsten Mal wieder recht gut von unten herausdrücken.
Evtl. Kritikpunkt an dieser Mehode: es gibt ja die Aussage: niemals alle Saiten gleichzeitig lösen, der Hals könnte sich verziehen.....Geht das so schnell? Habe bisher noch keinen derartigen Effekt feststellen können. Wie handhabt ihr das?

Liebe Grüße

Klaus
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Helmut
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Helmut » Do 23. Jul 2015, 15:06

Wie handhabt ihr das?
Hallo Klaus,
ich denke, selbst wenn der Hals ein bisschen nachgibt, wird er nach dem aufziehen der neuen Saiten wieder passen. Also ich habe kein schlechtes Gewissen dabei, alle Saiten gleichzeitig zu entfernen und dann erst die neuen aufzuziehen.

Viele Grüße, Helmut
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon korgli » Do 23. Jul 2015, 15:35

Hi
Jedes kleine Ding hat Einfluss auf die Klampfe.
Eben auch jeder Kratz oder jede Delle, oder was weiss ich nicht was.
Das Wetter - Feuchtigkeit - Pflege des Holzes -
Sogar wenn in china ein Floh hustet.
Ist Wissenschaftlich bewiesen durch Dr. Prof. google :mrgreen:
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... esten.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Chaosforschung

Bild

Nur - auch ich bin der Meinung, dass es nix ausmacht.
Mich hat zwar mal ein Instrumentebauer als totaler Depp hingestellt, als ich sagte, man kann schon alle miteinander wechseln.
Der Bauer ist (war) um die 25 - ob er gut ist - keine Ahnung. Interessierte mich auch gar nicht.

Ich habe in meinen 43.79865 Jahren Spiel-Praxis und 1000000 Saitenwechsel auf jeden Fall keine negativen Folgen feststellen können.
Und scheinbar Willi auch nicht :mrgreen: :lol:

Also locker bleiben und Musik machen, statt Erbsen zählen.
Ich behaupte mal unheimlich frech, wie ich nun mal bin, - dass in "unserem" - feinen - Forum KEINE(R) einen Unterschied hört Ob ein Fliegenschiss auf der Decke ist oder nicht ... :shock: :oops:

Da hört man mehr unterschiede, ob man "richtig" spielt.
Heisst, - nicht zu feste drückt - oder im Rythmus ist.

Sorry - dieser freche Spruch musste mal wieder sein.
Bild

Was die Frage nach den optischen Macken angeht - Mag sein dass man sich daran stört.
Aber wie so jedes Ding, finde ich, ist ne Gitarre dazu da, sie zu benutzen.
Jetzt die Saiten z.b. nicht mehr zu wechseln deswegen, halte ich für nicht gut. ;)
Ich würd mal ne Spitzzange empfehlen. Mir der kann man die Pins besser ziehen, als mit dem Seitenschneider.

Hier sieht man schöne Bilder wie man es angehen könnte.
Das verknüpfen am Wirbel halte ich allerdings für Blödsinn.
https://www.thomann.de/de/onlineexpert_ ... tarre.html

fredy
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Hawky » Do 23. Jul 2015, 16:14

..... die Pin's löse ich auch mit einem Seitenschneider leicht geöffnet aber....
Ich lege mir ein Tuch und ein flaches kleines Hölzchen darunter. Das Tuch um
Kratzer zu vermeiden und das Holzbrett um eine Hebelbewegung ausüben zu können.
So habe ich bis jetzt alle Pin's lösen können.

@ Fredy, musst dich nicht dafür entschuldigen, hast ja Recht und lieber deutlich gesagt als garnicht ! ;)

LG Uwe

P.S. UPS ich muss auch mal wieder die Saiten wechseln.... :shock:

:)

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Kraich
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Kraich » Do 23. Jul 2015, 22:02

Wie handhabt ihr das?
Hallo Klaus,
ich entferne auch alle Saiten gleichzeitig und ziehe dann die neuen Saiten auf.
Viele Grüße
Joachim

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LeonFR
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon LeonFR » Do 23. Jul 2015, 23:09

Die Pins von unten aus dem Korpus nach oben heraus zu drücken, hab ich noch gar nicht probiert.
Werd ich beim nächsten mal versuchen.
Ansonsten hab ich die Ballends auch schon mal leicht weggeknickt, so sollen diese sich nicht so sehr mit den Pins verhaken. Aber auch das hat bei der ganzen Sache nicht so geholfen.

Natürlich lasse ich mich von den "Schwierigkeiten" nicht vom Saitenwechseln abbringen.
Dafür mag ich viel zu sehr den frischen Ton. :D
Und klar ist die Gitarre ein Gebrauchsgegenstand, aber ich hab es halt gerne,
wenn sie noch eine Weile "wie neu" aussieht. ;)

Gruß Alex

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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon cooler » Fr 24. Jul 2015, 07:37

Moin,

da sind wir ja alle so auf der gleichen Linie. Ich halte diese ganzen Diskussionen (in anderen Foren) für ziemlich nutzlos. Eine Gitarre sollte schon gut eingestellt sein, gut bespielbar sein - doch irgendwo sind ja Grenzen gesetzt. Oder kann jemand heraushören, daß Michael Tröster nur Gitarren-Saiten aufzieht, die nicht aufgerollt waren?
Lasst uns spielen

Liebe Grüße und ein gutes, musikalisches Wochenende!

Klaus
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon korgli » Fr 24. Jul 2015, 08:00

Hi

Jep - denke ich auch

Meine Botschaft war ja eher - dass Nutzteile nun mal Abnützungen haben mit der Zeit.
Und viel dagegen machen kann man gar nicht mal.
Saiten haben einen Zug drauf - und schneiden ins Holz, weil das meist weicher ist.
Pins verhacken sich gerne mal. Oder Saitenenden fallen in den Hohlraum.
Man schüttelt das raus. Dabei kann man auch mal an die Tischkante hauen und - schwupp, ist ne Macke mehr da.
Oder man haut unglücklich gehen etwas und - schwupp ist der Hals gebrochen.
Was man dann ein "krätzli" aus ? :mrgreen:
Frei nach dem Motto des Zundhölzli.

Lustigerweise kommt genau das jetzt aus meinen Speakern...

hoffe alle verstehen den Text ;)

I han es Zündhölzli azündt Songtext :mrgreen:

I han es Zündhölzli azündt
Und das het e Flamme gäh
Und i ha für d'Zigarette
Welle Füür vom Hölzli näh
Aber s'Hölzli isch dervo-
Gspickt und uf e Deppich cho
Und es hätt no fasch es Loch in Deppich gäh dervo
Ja me weis was cha passiere
We me nit ufpasst mit Füür
Und für d'Gluet and' Zigarette
Isch e Deppich doch denn z'tüür
Und vom Deppich hätt o Grus
Chönne s'Füür is ganze Hus
Und wär weis, was da nit no wär worde drus
S'hätt e Brand gäh im Quartier
Und s'hätti d'Füürwehr müesse cho
Hätti ghornet i de Strasse
Und dr Schluuch vom Wage gno
Und sie hätte Wasser gsprützt
Und das hätti glych nüt gnützt
Und die ganzi Stadt hätt brönnt, es hätt si nüt meh gschützt
Und d'Lüt wären umenandgsprunge
I dr Angscht um Hab und Guet
Hätte gmeint s'heig eine Füür gleit
Hätte d'Sturmgwehr gno ir Wuet
Alls hätt' brielet: Wär isch tschuld?
Ds ganze Land in eim Tumult
Dass me gschosse hätt uf d'Bundesrät am Rednerpult
D'UNO hätt interveniert
Und d'UNO-Gägner sofort o
Für ir'd Schwyz dr Fride z'rette
Wäre beid mit Panzer cho
S'hätt sech usdehnt nad inah uf Europa, Afrika
S'hätt e Wältchrieg gäh und d'Mönschheit wär jitz nümme da
Ja I han es Zündhölzli azündt
Und das het e Flamme gäh
Und i ha für d'Zigarette
Welle Füür vom Hölzli näh
Aber ds Hölzli isch dervo-
Gspickt und uf de Deppich cho -
Gottseidank dass i's vom Deppich wider furt ha gno


ansonsten - Übersetzung hier

Ich hab ein Streichholz angezündet und das hat eine Flamme gegeben
und ich wollte für die Zigarette
Feuer vom Holz nehmen, aber das Holz ist davon gespickt
und auf dem Teppich gefallen und es hat noch fast ein Loch im Teppich gegeben davon.
Ja, man weiss was kann passieren, wenn man nicht aufpasst mit Feuer
und für die Glut an der Zigarette ist ein Teppich doch denn zu teuer
und vom Teppich aus hätte auch das Feuer ins ganze Haus gelangen können und wer weiss was da nicht noch hätte passieren können.
Es hätte im Quartier ein Brand gegeben und es hätte die Feuerwehr kommen müssen die sich in der Strasse gehortet hätten und den Schlauch vom Wagen genommen hätten und sie hätten Wasser gespritzt und das hätte trotzdem nichts genützt und die ganze Stadt hätte gebrannt, es hätte sie nichts mehr geschützt und die Leute wären rumgesprungen in der Angst um Hab und Gut, hätten gemeint es hätte jemand Feuer gelegt, hätten in der Wut das Sturmgewehr genommen, alles hat geweint: Wer ist Schuld? Das ganze Land in einem Tumult
Das man auf die Bundesräte am Rednerpult geschossen hätte.
Die UNO hätte interveniert und die UNO-Gegner sofort auch um in der Schweiz den Frieden zu retten wären beide mit Panzer gekommen, das hätte sich beinahe auf Europa und Afrika ausgedehnt.
Es hätte einen Weltkrieg gegeben und die Menschheit wäre jetzt nicht mehr da.
Ja, ich habe ein Streichholz angezündet und das hat eine Flamme gegeben und ich wollte für die Zigarette Feuer vom Holz nehmen, aber das Holz ist davon gespickt und auf den Teppich gelandet. Gott sei Dank, dass ich es vom Teppich wieder aufgehoben habe.



Klar - man hat schon gerne ein "schönes" Instrument.

Holz soll auch mit der Zeit besser schwingen. Also Alte Klampfen tönen "besser".
Halte ich nicht unbedingt für richtig.
Auch dass die Instrumente in den 60, 70ern besser gebaut waren, halte ich für übertrieben.
Es gibt immer welche, die sogenannt Besser sind. Ob aus Amiland oder China.
Viel mehr Einfluss hat der Spieler.

Saiten - um wenigstens ein wenig beim Thema zu bleiben haben natürlich auch einen Einfluss.
Aber er ist eher im geschmacklichen Sinne.
Was dem einen zu blechern tönt, ist dem andern eben genau das Quäntchen "Brillanz" oder was weiss ich nicht was.

OK - sorry - geht ja um Saitenwechsel und Macken, die dabei entstehen können.
Aber ist das Thema nicht für grösseres Bestimmt.
Also alles was damit zusammen hängt ?
Antworten wurden ja gegeben.
Ich bin hier bekannt als "Spielverderber" :mrgreen:
Einer muss das ja sein. :lol:

schönen Tag noch

fredy
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon cooler » Fr 24. Jul 2015, 13:46

Um deinen Ball aufzunehmen, korgli - für alle, die es interessiert und noch nicht kennen (es geht zwar hauptsächlich um E-Gitarren, doch die ersten Seiten sind doch sehr erfrischend zu lesen. Reinschauen lohnt sich: DIE PHYSIK DER ELEKTROGITARRE https://hps.hs-regensburg.de/~elektrogitarre/ PDF mit über 1200 Seiten. Sehr lehrreich und humorvoll.

Liebe Grüße

Klaus
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon korgli » Fr 24. Jul 2015, 13:57

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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon sammy561 » Fr 24. Jul 2015, 14:09

Hmm, dann bin ich ja der völlige Rebell ;).

Ich wechsel die Saiten wenn ich denke, Ups das ist aber schon wieder lange her. Das kann schon mal ein paar Monate bis zu einem Jahr dauern. Ich merke auch die nachlassende Brillanz des Tones ehrlich gesagt nicht so doll. Könnte an jahrelangem rumhängen in Proberäumen ohne Gehörschutz liegen ;).

Und dann mache ich alle Saiten gleichzeitig ab. Dann hab ich nämlich die Möglichkeit die Gitarre mal wieder richtig sauber zu machen. Allerdings kaufe ich dafür keine teuren Spezialpflegemittel. Ich nehme einfach ein leicht feuchtes Tuch und reibe das Griffbrett anschließend mit einem leicht gölten Lappen ein. Das ist dann auch kein Spezialöl für Gitarren.

Bislang hatte ich noch keine Probleme bei meinen Westerngitarren die Pins raus zu kriegen. Ich hebel die immer mit nem Seitenschneider raus, weil ich den anschließend eh brauche, um die Saitenenden zu kappen.
You can't buy happiness,
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Kraich
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Kraich » Sa 25. Jul 2015, 00:37

da sind wir ja alle so auf der gleichen Linie.
Und anscheinend nicht nur wir Laien, sondern auch Profis machen, was praktikabel erscheint.
https://www.youtube.com/watch?v=GIzVdvzn8d8
Ab 2:30 haben sie es davon - alle auf einmal oder einzeln. (Musste den Link einfach noch los werden :) )
Wenn ich mich richtig erinnere macht es Reinhold in seinem Tutorial auch so, dass er alle auf einmal wechselt.

Und, wenn bei Fredy bei 1000000 Saitenwechsel kein Problem auftreten ist, dann wird es bei mir auch nicht passieren :)
- egal was manche Instrumentebauer sagen.

@Alex, finde es wahnsinnig, wie bei ihm die Pinns raus flutschen (so um 2:20). Möchte aber nicht wissen, wie viele Gitarren er schon neu bespannt hat, da sieht man einfach die Routine.

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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon schalk70 » Sa 25. Jul 2015, 09:09

super Video. danke dafür...Da ich heute Zeit habe, werd ichs dann doch mal wagen heute...
Kennst du den Mythos..?

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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon LeonFR » Sa 25. Jul 2015, 10:02

Um Folgen für die Halskrümmung hab ich mich noch nie gekümmert.
Schon aus Reinigungsgründen ziehe ich immer alle Saiten gleichzeitig ab,
so kann ich aus mal das Griffbrett richtig reinigen. Auch ich habe da bisher keine negativen Auswirkungen auf den Hals bemerken können.

Ansonsten finde ich die Knoten in dem Video etwas umständlich.
Aber er sagt ja auch es gibt da zig Varianten, wie man seine Saiten aufzieht.

Ich selber mach es so, wie in diesem Video hier. http://youtu.be/ASOS19-vRAw

So geht es für mich am schnellsten.
Meine Wicklungen gehen aber grundsätzlich immer unterhalb des abgeschnittenen Stückes lang. Auch hier werden Knoten für die b- und e-Saiten verwendet. Ich gehe aber genauso vor, wie auf den 4 Saiten vorher.
Abstand zur nächsten Mechanik und abgeknipst. Dann mit einer Saitenkurbel ordentlich eindrehen. Dabei sind mir die b- und e-Saite auch noch nie über die Achse gerutscht.

Gruß Alex und schönes Wochenende auch allen!

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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Hawky » Sa 25. Jul 2015, 12:51

Moin,moin,

also ich entferne auch immer alle, anfangs wechselte ich auch eine nach der anderen.

Nur halte ich es so, dass ich alle Saiten erst einmal etwas löse, damit der Hals nicht gleich komplett "entspannen" kann ;) . Dann nehme ich alle nach und nach ab! Ich nutze diesen Moment, wie ihr auch, um die Gitarre besser reinigen zu können.

LG Uwe

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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon schalk70 » Sa 25. Jul 2015, 21:45

gerade fertig geworden. Habs so gemacht wie in dem Video von Martin Guitars. Das hatte für mich irgendwie von allem am meisten Sinn.

Hat mit Reinigung, einölen etc alles in allem ca 1 Stunde gedauert...ich fands nicht schlecht fürs erste Mal.
Und den Klangunterschied hör sogar ich als (noch) Laie...

Ich hätte mir nur die "epiphale" Plastik Stegeinlage besser mal vorher angeschaut - dann hätte ich nämlich da auch noch eine Neue besorgt...

Nur um sicher zu gehen...ich hab extra mal mit dem Phone ein Foto von unten geschossen...die Balls liegen oben am Holz an, oder hätten die am unteren Ende der Pins ihren Platz gehabt? Das hat nämlich noch niemand in irgend einem Video erwähnt ( oder ich habs übersehen... )...

Ich hatte ja eigentlich damit gerechnet, dass ich beim nachstimmen nach dem ehnen eher wieder höher drehen muss, aber komischerweise musste ich 2 mal tiefer stimmen als vorher...mal sehen, we das Morgen aussieht...

Hat sich auf jeden Fall gelohnt...

N8 an alle
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon Kraich » Sa 25. Jul 2015, 23:12

...ich hab extra mal mit dem Phone ein Foto von unten geschossen...die Balls liegen oben am Holz an
Das passt schon, da gehören sie hin.
Das mit dem Foto ist aber schon genial :lol:

Eigentlich müsste es reichen, wenn du die Saite nach dem der Pin steckt etwas anziehst. Wenn du am Anfang nicht sicher
bist kannst du ja mit der Hand von innen kurz nachfühlen.
komischerweise musste ich 2 mal tiefer stimmen als vorher
Kann eigentlich nur sein, dass du sie vorher etwas zu hoch gestimmt hast? Ist aber auch egal, wichtig ist, dass
sie zum Schluss stimmt.
Zum dehnen stimme ich meistens noch nicht so genau, muss sie ja anschließend eh noch genauer abstimmen. Dann kann es mir auch passieren, dass ich erst mal leicht zu hoch bin.

Morgen wirst du vermutlich wieder etwas nachstimmen müssen. Muss ich die ersten Tage auch. Aber was solls, bei stärkeren Temperaturschankungen muss ich ja auch nachstimmen.

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Spaß mit den neuen Saiten.

Viele Grüße
Joachim

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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon schalk70 » Mo 27. Jul 2015, 11:16

Noch eine kleine Zusatzfrage zur Stegeinlage an die, die das schon öfter gemacht haben:

Ich habe eine kompensierte Plastikstegeinlage, die oben schon Einkerbungen hat...
kann ich die Saiten soweit noch mal lösen, dass ich die Stegeinlage tauschen kann oder müssten die Saiten dann noch mal ganz ab...Die hab ich ja schon ganz eng gekappt und habe Bedenken, dass ich sie dann nicht mehr rein bekomme...ansonsten mach ich das mit der Einlage beim nächsten Saitenwechsel...

PS: Diese 5 Euro Yamaha Saiten klingen echt phänomenal...mal sehen wie lange

Danke für den Rat

Uwe
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon korgli » Mo 27. Jul 2015, 11:38

Tja
bei einem Kompensierten Steg ist es schon wichtig, sie richtig einzusetzen.
Ist wegen Bund"reinheit" Wobei Kompensieren heisst ja in die Nähe kommen. Rein geht eh nicht.
Denn genau wird man nie Bundrein bekommen
Es gibt darum Gitarristen, die stimmen die Gitarre bei einigen Saiten ein klein Wenig anders.
Je nachdem welche Lage sie bespielen - kann von song zu song unterschiedlich sein.
Aber eben - ist wieder die Spitze des Berges...

Gibt auch Stimmgeräte die dem Thema Achtung schenken
Temperierte Stimmung - ist auch so ein Zauberwort
http://www.thomann.de/de/peterson_strob ... e_rack.htm

Darum gibts auch solches...

http://www.truetemperament.com/
http://www.krassegitarren.de/generic.htm
http://www.gitarren-forum.de/threads/84 ... oniert-das
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon schalk70 » Mo 27. Jul 2015, 12:17

:?: meine Frage war eigentlich, ob die Saiten aus den Mechaniken müssen um die Stegeinlage zu tauschen oder ob ich sie nur so weit wie möglich lösen brauche und die Einlage dann trotzdem raus bekomme?...

Deine Antwort hab ich ehrlich gesagt nicht ansatzweise verstanden...very sorry... :oops:

Uwe
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Re: Saitenwechsel und Steg

Beitragvon korgli » Mo 27. Jul 2015, 12:30

Sorry
Natürlich langts wenn du soweit löst, dass man das "Ding" rausbekommt.
sollte halt kein "murxen" nötig sein.
Einfach Saiten lockern und dann müsst der Steg einfach zu tauschen sein.
Sorry - für mich ist leider allzuviel, zu logisch.

fredy
Zuletzt geändert von korgli am Mo 27. Jul 2015, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
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