offene Akkorde Als Bareeform?

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speedy1991
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offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon speedy1991 » Sa 24. Jan 2015, 17:12

Hallo, ich melde mich auch mal wieder :)
In letzter Zeit übe ich vermehrt den F-Dur und b-moll.
Die offenen Akkorde klappen ganz gut bei mir( manchmal greif ich bisschen zu schnell und unsauber aber das wird sich denk ich mit der Zeit geben :D )

Meine eigentliche Frage ist ob es die normalen offenen Akkorde ( C-Dur,D-Dur,G-Dur, am etc) auch als bareeform gibt? und wenn ja ob es sinnvoll ist, diese auch mit zu üben wenn man sowieso grad am baree üben ist? Wichtig für mich wäre noch, ob es eine Tabelle/Übersicht gibt , wo alternative Griffweißen( Baree) zu den normalen Akkorden gibt? Im netz wurde ich leider nicht fündig.

Grüße Danny :)

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sammy561
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon sammy561 » Sa 24. Jan 2015, 21:50

Moin Speedy,

klar gibt es die. Du übst doch gerade F-Dur als Baree. Diesen Fingersatz kannst du über alle Bünde Spielen. Gehst du in den zweiten Bund hast du ein Fis, im dritten Bund ein G, im fünften Bund ein A usw. Hebst du den Mittelfinger ab hast du den jeweiligen Moll-Akkord. Spielst du B-Moll als Dur kannst du auch mit dem Griff über alle Bünde spielen. Im dritten Bund ein C, im fünften ein D usw. Das geht mit dem B-moll natürlich auch.

LG
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sammy561
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon sammy561 » Sa 24. Jan 2015, 21:55

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Jupp
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon Jupp » Sa 24. Jan 2015, 22:02

Hallo Danny,
ja die offenen Akkorde kannst du auch als Baree spielen, ist nicht verkehrt Barees schon zu üben.
Das Buch Gitarrengriffe für Pop & Rock vom Reinhold ist gut, das Buch habe ich immer dabei, da kann ich immer mal schnell nachschauen wie ein Griff geht.

LG Jupp
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speedy1991
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon speedy1991 » Sa 24. Jan 2015, 23:05

Ah Cool,

Danke für eure Antworten :)
Ich habe vorhin auch gerade wo gelesen, dass man die Bareegriffe in den höheren Bünden üben sollte, weil es angeblich leichter wäre. Bei mir ist es aber irgendwie genau anders herum ^..^ . Beim F klingt bei mir alles, ebenso wie beim B-moll. und bis ca 4. oder 5. Bund geht es aber alles was darüber ist, sprich Bund 6 und höher bekomm ich nicht richtig hin. Da bekommt mein zeigefinger irgendwie nicht mehr genug Druck auf die saiten?_? Was stimmt denn nun?

btw: Reinholds Rock/Pop Buch werde ich mir wohl demnächst auch zulegen ;-)

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karioll
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon karioll » So 25. Jan 2015, 00:41

Kann es sein, dass die Saitenlage bei dir dort deutlich höher ist? Dann hilft das Einstellen der Gitarre vom Fachmann (Lehrer, Gitarrenladen, Gitarrenbauer oder ein erfahrener Gitarrist, der das auch kann).
Mit Üben kann man der Natur ein Schnippchen schlagen.

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon speedy1991 » So 25. Jan 2015, 01:04

Ja, die Saitenlage wird immer höher, das stimmt.

Im Vergleich zum 1. Bund, ist die Saitenlage im 5. Bund ungefähr doppelt so hoch und zum 10. Bund hin wird es noch mal höher.
Dachte eigentlich, dass wäre normal :oops:

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Jupp
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon Jupp » So 25. Jan 2015, 01:46

guckst du hier, ob alles stimmt Danny

https://www.youtube.com/watch?v=b4pyHE0xEgM
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon speedy1991 » So 25. Jan 2015, 16:10

guckst du hier, ob alles stimmt Danny

https://www.youtube.com/watch?v=b4pyHE0xEgM
Also,
Das Video habe ich mir gerade mal angeschaut. Bei dem Test mit 2 5Cent Stücken zwischen 12. und 13. Bundstäbchen hab ich festgestellt, dass da wirklich noch ein wenig luft ist. Allerdings auch nicht soviel, dass jetzt noch ein 5 cent Stück dazwischen passen würde. Nur etwa 0,8mm.
Sollte ich den Steg trotzdem einschleifen? Würde man einen Unterschied merken?

edit: ich habe an der dicken E Saite gemessen. An der dünnen e Saite passt es mit den 2 5Cent Stücken

Grüße Danny

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon Reinhold » So 25. Jan 2015, 16:47

Ich würde dann den Steg tiefer legen, die angegebenen 2 5-Centstücke sind schon maximal. Bei manchen Gitarren geht es auch noch tiefer.

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon LeonFR » Mo 26. Jan 2015, 10:37

Es ist auf jedenfall sinnvoll sie mit zu üben. Zumindest so, dass du weißt,
wo welcher Akkord als Barree liegt.

Man kann da ein paar Übungen machen, indem man die Barreakkorde immer weiter
verschiebt und sich dabei klar macht, welcher Akkord das ist.

Ich würde das aber nicht unendlich Stumpf üben, sondern mir dann
Lieder heraus suchen, wo diese Übung dann passen würde.

Zum Beispiel, wo vielleicht ein F-Dur mit einem G-Dur und wieder zurück wechselt.
Da ist es zum Beispiel eine Variante einfach den Fingersatz zu halten und zwei Bünde
zu verschieben. So kann man sich das ganze etwas praxisnäher aneignen.

Dazu kannst du deine Lieder, die du schon spielen kannst, heraus suchen
und mal schauen, wo sich so etwas vielleicht ergibt.

Gruß Alex

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon speedy1991 » Mo 26. Jan 2015, 15:26

Ok,
Danke für eure Hilfe.
Den Steg werde ich wohl zum nächsten Saitenwechsel ein wenig runterschleifen (Ich hoffe ich versaue es nicht :P )

Und das mit den Liedern Üben zwecks Wechsel (zb. F zu G) werde ich beherzigen.

btw: Das Pop/Rock Buch ist bestellt. ;-)
Ich denke, das wird mir ein paar weiter Fragen beantworten .

Grüße Danny

KlausG
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon KlausG » Sa 31. Jan 2015, 14:04

Hallo Danny,
Meine eigentliche Frage ist ob es die normalen offenen Akkorde ( C-Dur,D-Dur,G-Dur, am etc) auch als bareeform gibt? und wenn ja ob es sinnvoll ist, diese auch mit zu üben wenn man sowieso grad am baree üben ist? Wichtig für mich wäre noch, ob es eine Tabelle/Übersicht gibt , wo alternative Griffweißen( Baree) zu den normalen Akkorden gibt? Im netz wurde ich leider nicht fündig.
Im Prinzip kannst du jeden der offenen Akkorde auch als Barree spielen. Am üblichsten sind allerdings die "E-Shape" und "A-Shape" Akkorde, also E-Dur, E-Moll, A-Dur, A-Moll sowie die zugehören Sept-Akkorde. Bei den anderen Akkorden wie z.Bsp. G, C, D hängt es auch von der Größe und Beweglichkeit deiner Hand ab, ob du das überhaupt machen kannst. Eine interessante Variante ist der C7, diesen kann man auch verschieben. Die tiefe und hohe E-Saite werden dabei abgedämpft. Die hohe E mit dem Zeigefinger und die tiefe E mit dem Daumen.

Gruß
Klaus
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon karioll » Sa 31. Jan 2015, 18:02

Eine interessante Variante ist der C7, diesen kann man auch verschieben. Die tiefe und hohe E-Saite werden dabei abgedämpft. Die hohe E mit dem Zeigefinger und die tiefe E mit dem Daumen.
Das liegt daran, dass man alle Akkorde, die auf den mittleren 4 Saiten gegriffen werden, verschieben kann. Der C7 ist nur einer von vielen. Wenn man die Finger nur auf diesen 4 Saiten verschiebt, die beiden E-Saiten ungespielt lässt, geht es bei allen möglichen und unmöglichen Griffen.
Mit Üben kann man der Natur ein Schnippchen schlagen.

Ralf
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon Ralf » Mo 2. Feb 2015, 09:32

Wie Klaus das schon richtig schrieb, sind alle offenen Akkorde auch als Barré spielbar.

Aber streng genommen liegt "das Problem" genau anders herum. Nämlich: Kann man Barré-Griffe auch offen spielen ;)

Was Klaus andeutete mit dem "E-" & "A-Shape" (Dur & Moll) geht weiter. Das nennt man das "CAGED System" ... hat mit "eingekäfigt" aber nichts zu tun, sondern bezeichnet die Akkorde C (Dur), A (Dur & Moll), G (Dur), E (Dur & Moll) und D (Dur & Moll). Diese Akkorde sind als Barré in der offenen Greifart (außer dass der Zeigefinger (Index) als "Sattel" fungiert, spielbar.

Für ein paar davon (insb. D,d & G,G7,C ...) sollten ein paar Dehnübungen vorangegangenn sein, weil die Spreizung relativ weit ist.

LG Ralf

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon diemmai100 » Mo 2. Mär 2015, 19:10

Hallo zusammen,
Ich habe aus den Beiträgen entnommen, dass offene Akkorde und Barréakkorde vollständig gleichwertig sind. Man kann sie gegeneinander ohne Einschränkung austauschen. Ist mein Verständnis richtig?
Könnte man ohne Barréakkorde auskommen, auch wenn ein TAB Barré verlangt?

Danke / LG
diemmai100

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korgli
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon korgli » Mo 2. Mär 2015, 20:01

NEIN
Freunde dich damit an.
Man kann denen nicht aus dem Weg gehen.
.......viel Spass.......und jeder wie er mag.
www.komir.de oder auch w...ahamon.ch

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karioll
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon karioll » Mo 2. Mär 2015, 21:54

dass offene Akkorde und Barréakkorde vollständig gleichwertig sind
nein, korgli hat Recht, sie sind keineswegs gleichwertig, sonst gäbe es die unterschiedlichen Griffweisen ja nicht! Ein Gitarrist kann die Akkorde unterschiedlich greifen (es gibt da mehr als 5 Varianten für jeden Akkord, je nachdem wie man zählt), um sie je nach Soundvorstellungen oder Art der Musik passend einzusetzen.
Mit Üben kann man der Natur ein Schnippchen schlagen.

Ralf
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon Ralf » Di 3. Mär 2015, 08:34

dass offene Akkorde und Barréakkorde vollständig gleichwertig sind
nein, korgli hat Recht, sie sind keineswegs gleichwertig, sonst gäbe es die unterschiedlichen Griffweisen ja nicht! Ein Gitarrist kann die Akkorde unterschiedlich greifen (es gibt da mehr als 5 Varianten für jeden Akkord, je nachdem wie man zählt), um sie je nach Soundvorstellungen oder Art der Musik passend einzusetzen.
Sie können ja nicht "gleichwertig" sein, da ja auch andere Tonhöhen eine Rolle spielen.
Um bei dem C-Moll zu bleiben, kannst du es offen so greifen: Ex-A3-D1-g0-b1-ex, aber, mal ehrlich, gegen den Barré in der 3. Lage klingt es nicht wirklich.

Und um den Unterschied in der Klangfarbe zu hören, vergleiche mal C-Dur:
1) Ex-A3-D2-g0-b1-e0 (/-c-e-g-c-e)
2) Ex-A3-D5-g5-b5-e3 (/-c-g-c-e-g)
3) E8-A10-D10-g9-b8-e8 (c-g-c-e-g-c)
4) E8-A7-D5-g5-b5-e8 (c-e-g-c-e-c)
Alle vier Beispiele sind C-Dur, drei davon Barrés und alle klingen ein bisschen anders. Zwar sind in allen Beispielen (nur) die Noten c (Root), e (große Terz=Dur), g (Quinte) vorhanden, diese aber in unterschiedlichen Tonhöhen und "Reihenfolge". Genau das macht den Unterschied im Klang aus.

fredy hat völlig recht ... du kommst um die Dinger nicht herum ;)

Ralf

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon korgli » Di 3. Mär 2015, 10:39

fredy hat völlig recht ... du kommst um die Dinger nicht herum ;)
Ralf

Eh klar. Bild
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon diemmai100 » Di 3. Mär 2015, 12:06

Ich übe seit 3 Monaten Akkordwechsel F - G - A (alle Barréakkorde). Ich kann immer noch nicht taktgenau wechseln, obwohl ich das Metronom auf 40 einstelle. Es ist zum verzweifeln! Jetzt weiß ich auf Grund eurer Antworten, dass es keine Abkürzung gibt. Sonst wäre das Leben zu langweilig.

Danke

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon Ralf » Di 3. Mär 2015, 12:26

Ich übe seit 3 Monaten Akkordwechsel F - G - A (alle Barréakkorde). Ich kann immer noch nicht taktgenau wechseln, obwohl ich das Metronom auf 40 einstelle. Es ist zum verzweifeln! Jetzt weiß ich auf Grund eurer Antworten, dass es keine Abkürzung gibt. Sonst wäre das Leben zu langweilig.

Danke
Doch ... es gibt Abkürzungen ;) oder Schummeleien :mrgreen:

Da wäre z.B. Schummelei 1:
Egal auf welchem Typ Gitarre, die ersten Gehversuche in Sachen Barré sind ein echter Kampf. Der Zeigefinger - und nicht nur der - will einfach nicht in Position bleiben oder kann alle benötigten Saiten so drücken, dass ein Ton und kein Pock rauskommt ...

Man kann sich erst einmla zur Einführung mit den 5-er-Akkorden (Powerchords) behelfen. Die sind zwar weder Dur noch Moll, aber zumindest klingen sie nicht falsch.
Du benötigst dazu Zeige-, Ring- und kleinen Finger. Zeige auf E1, Ring auf A3 und, weil es etwas besser klingt, der kleine auf D3 ... damit hast du F5. Dein Zeigefinger wird sich allmählich an die Position gewöhnen und sich dem Hals "anschmiegen" ... und einen schönen Tages kannst du den kompletten Akkord "richtig" spielen.

Schummelei 2 betrifft den taktgenauen Wechsel zwischen Akkorden.
Stell dein Metronom auf 60 BPM mit Viertel ein (klingt Pick pock pock pock).
Nun schlägst du auf der 1 (dem Pick) den ersten Akkord an. Wenn das erste Pock (auf der 2) kommt, wechselst du den Akkord, damit du auf dem nächsten Pick (der 1) den neuen Akkord anschlagen kannst etc.
Wenn das unfallfrei funktioniert, einen Gang mehr. Nicht mehr BPM, sondern du schlägst wieder den ersten Akkord auf der 1 an, lässt ihn bis zum ersten Pock (der 2) stehen und wechselst dann zum nächsten ... um taktgenau auf der nächsten 1 (Pick) zu sein.
Geht auch das, lässt du den ersten Akkord bis zur 3 (Pick pock pock) stehen und wechselst dann.
Zum guten Schluss wechselst du erst nach dem letzten Pock (der 4). Du hast da nur ein 1/8 Zeit ... also schon ganz schön schnell.

Variiere das mit verschiedenen BPM.

Mit dieser Methode klingt ein Lied noch nicht ganz so prickelnd, aber immerhin kannst du es taktgenau spielen ;)

Probier es mal aus.

Ralf

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon korgli » Di 3. Mär 2015, 12:31

Ich übe seit 3 Monaten Akkordwechsel F - G - A (alle Barréakkorde). Ich kann immer noch nicht taktgenau wechseln, obwohl ich das Metronom auf 40 einstelle. Es ist zum verzweifeln! Jetzt weiß ich auf Grund eurer Antworten, dass es keine Abkürzung gibt. Sonst wäre das Leben zu langweilig.

Danke

Ich wünsche dir ganz viel Geduld.
Das braucht es leider bei den Barrés.
Einfach auch nicht zu sehr drauf versteiffen.
Auf einmal sind die da.

fredy
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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon LeonFR » Di 3. Mär 2015, 20:37

Ich weiß noch, als ich mich ans "F" machte und gerade 'ne Woche Urlaub hatte und mir dachte, wenn ich so schnell die Akkorde in Reinholds Buch lerne, dann schaff ich in der Woche den Barregriff. Der Frust war natürlich nach einer Woche groß. :D

Da muss man echt hartnäckig sein. Aber wenn man ihn dann beherrscht, macht es echt zufrieden. Die beste Motivation ist natürlich ein Lied, dass man UNBEDINGT spielen möchte und in dem so ein alternativloser Griff vorkommt, so dass man ihn üben muss und gar nicht drum herum kommt.

Gruß Alex

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Re: offene Akkorde Als Bareeform?

Beitragvon diemmai100 » Fr 6. Mär 2015, 13:34

Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Aufmunterung.

Ralf,
ich habe Schummelei 2 ausprobiert.Dein Tipp ist Goldwert.
Am Anfang habe ich nach dem Akkordwechsel noch 3 Schläge abgewartet, jetzt nur noch 2. Ich mache den ersten Schlag (pick) schon recht taktgenau und ohne Hektik. Noch ein bisschen Übung dann werde ich die Wartezeit auf einen Schlag reduzieren. Damit werde ich effektiv mit 30 BPM den Akkordwechsel von F auf G ausführen. Ich glaube, der Schlüssel liegt darin, dass man jetzt auf das Metronom wartet (und nicht wie vorher dass man den Eindruck hatte, das Metronom auf einen wartet). Dadurch hat man jetzt die Ruhe, die Finger in richtige Postion zu bringen.

Solche Experten-Tipps kann man kaum irgendwo im World Wide Web außer Guitar-Forum finden.
Nochmals vielen Dank

Diemmai100


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