Ich kann nix, ich bin nix, gib mir eine E-Gitarre

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Mario198
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Ich kann nix, ich bin nix, gib mir eine E-Gitarre

Beitragvon Mario198 » Fr 30. Okt 2020, 20:29

Hallo zusammen,

kurz vorweg. Ich bin Schlagzeuger. Darin bin ich ganz gut, bzw. für Punkrock reicht es.

Ich habe aber auch Lust, Gitarre zu spielen, bzw. mit geringem know how ein paar Ideen, bzw. Demos umzusetzen.
Generell kann ich eine Gitarre ganz gut anschlagen, ich habe aber null Ahnung von Tönen und Akkorden. Aus der Erfahrung weiß ich aber, wie es sich vernünftig anhört, wenn man Gitarre spielt.

Nun bin ich auf Gitarrenstimmungen gestoßen, die es selbst einem Laien leicht machen, Powerchords zu spielen. Zum einen gibt es die sogenannte Drop-D-Stimmung und die offene-D-Stimmung.
Bei der Drop-D-Stimmung wird ja lediglich die tiefe E-Seite einen Ton runter gestimmt und schon kann ich mit einem Barrè Griff, die drei dicken Seiten auf dem Griffbrett hoch und runter rutschen und habe immer fette Powerchords, was ja generell erstmal für räudigen Punk ausreicht.

So weit, so gut.

Nun gibt es aber auch noch die offene-D-Stimmung. Und wenn ich das richtig verstanden habe, sind die drei dicken Seiten, in exakt der gleichen Stimmung gestimmt, wie Drop-D. Korrekt? Das heißt, ich kann in der offenen-D-Stimmung genauso Powerchords spielen.
Aber der Vorzug der offnen-D-Stimmung ist doch jetzt, dass ich neben den drei dicken Seiten, auch die drei hohen Seiten, wie einen Barrè greifen kann und auch die passenden Akkorde zu den Powerchords begleiten kann.

Also, kann ich in der offenen-D-Stimmung so gesehen den zweiten Bund mit den drei dicken Seiten greifen und einen Powerchord spielen. Und wenn ich den zweiten Bund auf den drei hohen Seiten spiele, bekomme ich den gleichen Akkord.

Und so kann ich beim Einspielen eines Demos eine Gitarre auf den drei dicken Seiten spielen und auf einer weiteren Gitarrenspur eine Begleitung auf den gleichen Bünden mit den drei hohen Seiten spielen und alles würde passen und nicht schief klingen, oder?

Lange Rede, kurzer Sinn.
Habe ich das so richtig kombiniert und kann so, ohne zu wissen, welchen Akkord ich greife, einfach nach Gehör Akkorde kombinieren, indem ich auf dem Griffbrett hoch und runter rutsche. Sowohl auf den Tiefen, als auch auf den hohen Seiten.

Ist es wirklich so einfach, wie ich denke?

Danke für eure Antworten. Leider konnten mir meine bekannten Gitarristen diese Frage nicht beantworten und das Internet leider auch nicht.

Grüße,
Mario

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Kraich
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Re: Ich kann nix, ich bin nix, gib mir eine E-Gitarre

Beitragvon Kraich » Fr 30. Okt 2020, 23:08

Hallo Mario,

herzlich Willkommen im Forum.

Zum open D.
Ja, stimmt soweit, die drei hohen Saiten bilden bei der offenen D-Stimmung den Dur-Akkord
zum Power Chord, den Du im gleichen Bund mit den drei dicken Saiten spielst.
Auch interessant z.B. beim Bottleneck spielen.

Auf einem Bund sind bei open D nur akkordeigene Töne und passen somit auf jeden Fall zusammen.
Du hast damit natürlich eigentlich nur drei unterschiedliche Töne über alle 6 Saiten zu Auswahl

- von dick nach dünn: Grundton, Quinte, Grundton (= Power Chord), Terz, Quinte, Grundton (= Dur-Akkord) -

Könnte auf Dauer dann irgendwann nicht mehr ganz so interessant klingen, ist aber evtl. ein Anfang
und kannst Du dann ja immer noch ausbauen und variieren. Insofern wirst Du dann doch tiefer in das Thema einsteigen
müssen :-)

VG
Joachim


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